Auch die Schiedsrichter-Ansetzung für das Rückspiel in der Champions League zwischen Bayern und Real sorgt in München für Aufsehen.
„Bist du wieder im Kopf“So schätzt Toni Kroos die Chancen von Real Madrid gegen Bayern München ein

Toni Kroos spielte zehn Jahre für Real Madrid. (Archivfoto)
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Zwar hat Bayern München mit einem 2:1-Sieg im Hinspiel gegen Real Madrid für eine hervorragende Ausgangslage gesorgt, das Ticket für das Halbfinale der Champions League ist aber noch nicht gesichert. Das ist nicht nur der Truppe von Trainer Vincent Kompany bewusst, auch Toni Kroos räumt den Königlichen noch Chancen für ein Weiterkommen ein.
„In meinen Augen musst du aus Real-Sicht mit einer Chance auf das Weiterkommen so Richtung 70. Minute ankommen. Wenn du da mit einem 0:0, 1:1 oder einer 1:0-Führung hinkommst, dann bist du wieder im Kopf. Real wird immer gefährlich sein und immer als gefährlich eingeschätzt werden, auch von Bayern zuhause“, fachsimpelte der Weltmeister von 2014 im Podcast „Einfach mal luppen“.
Bayern München gegen Real Madrid: Toni Kroos schreibt Königliche nicht ab
Genau da kommt für Kroos Kylian Mbappé ins Spiel: „Bayern verteidigt auch nicht alles weg, da ist auch immer mal ein Fehler drin. Du hast Viní Jr. und Mbappé zum Beispiel mal gegen einen Stanisic oder Laimer, da ist im Eins-gegen-Eins immer etwas drin, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Deswegen muss das Ziel für Real sein, so in diese Richtung zu kommen mit einem offenen Spiel. Und dann geht etwas, glaube ich.“
Dann richtete der ehemalige Mittelfeldstratege noch einen Appell an die Real-Stars. „Es hilft Real Madrid auch nicht, immer über Spieler zu sprechen, die nicht mehr da sind“, sagte Kroos. Zudem betonte der Ex-Bayern-Profi, dass sich die aktuellen Stars einfach darauf konzentrieren sollen, Spiele zu gewinnen.
Schiedsrichter Vincic böses Omen für Bayern München gegen Real Madrid?
Die Schiedsrichteransetzung für das Rückspiel gegen Real Madrid dürfte an der Säbener Straße für Sorgenfalten sorgen: Mit dem Slowenen Slavko Vinčić wurde ein Unparteiischer nominiert, der für die Münchner zuletzt ein denkbar schlechtes Omen war.
Der 46-Jährige pfiff in der vergangenen Saison zwei Partien der Bayern, die negativ in Erinnerung blieben: die 1:4-Niederlage in der Gruppenphase gegen den FC Barcelona und das entscheidende 2:2 im Viertelfinale gegen Inter Mailand, das das Ausscheiden der Bayern besiegelte. Auch beim Viertelfinal-Aus 2022 gegen Villarreal (1:1) hatte Vinčić die Leitung. Immerhin stehen zwei Siege in Achtelfinal-Rückspielen gegen Leverkusen (2025) und Lazio (2024) auf der positiven Seite seiner Bilanz. (mbr)

