Wegen verspäteter KI-Software für Siri will Apple einen Rechtsstreit in den USA mit 250 Millionen Dollar beilegen.
KI-Panne kostet MillionenApple legt Klage wegen verspäteter Siri-Funktionen bei

Apple hatte vor der Vorstellung der iPhone-16-Modellreihe neue KI-Funktionen angekündigt und Werbung dafür gemacht. (Archivbild)
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Vergleich in den USA: Apple bietet 250 Millionen Dollar wegen verspäteter KI-Software. Eine Summe von 250 Millionen US-Dollar (etwa 214 Millionen Euro) soll in den USA einen Rechtsstreit um verspätete KI-Anwendungen für Apple beenden. Ein entsprechender Vorschlag zur gütlichen Einigung liegt nun einer Richterin in Kalifornien zur Genehmigung vor.
Der Anlass für das juristische Verfahren ist die verzögerte Auslieferung von Verbesserungen für den Sprachassistenten Siri. Der Technologiekonzern hatte die neuen KI-gestützten Features im Juni 2024 auf der Entwicklermesse WWDC vorgestellt. Die aufgewertete Version von Siri verspricht einen hohen Nutzen, weil sie persönliche Daten verarbeiten und app-übergreifend auf Apple-Hardware operieren kann.
Mangelnde Verlässlichkeit als Grund für Verzögerung
Das Unternehmen hatte die neuen Fähigkeiten zur Markteinführung der iPhone-16-Serie im Herbst 2024 teilweise beworben. Allerdings musste Apple im März 2025 eingestehen, dass die Freigabe des Programms verschoben wird. Später wurde als Begründung angeführt, die Funktionsweise sei nicht ausreichend stabil gewesen.
Mittlerweile kündigt Apple die personalisierte Version von Siri für das laufende Jahr an. Weitere vorgestellte KI-Anwendungen, darunter Echtzeit-Übersetzungen und Textkorrektur-Hilfen, wurden von dem Unternehmen seit der Präsentation nach und nach implementiert.
Entschädigung für US-Kunden bestimmter iPhone-Modelle
Profitieren von der Einigung sollen lediglich Käufer in den USA, die im Zeitraum zwischen der WWDC-Vorstellung am 10. Juni 2024 und dem Eingeständnis der Verspätung am 29. März 2025 ein iPhone 15 Pro oder ein Modell der iPhone-16-Reihe erworben haben. Ein Schuldeingeständnis ist mit dem Vergleich seitens Apple nicht verbunden.
Software-Leiter Craig Federighi hatte auf der WWDC 2024 ein Anwendungsbeispiel gezeigt, um die neuen Kompetenzen zu illustrieren: Ein Anwender möchte einen beruflichen Termin verlegen und erkundigt sich bei Siri, ob er anschließend noch pünktlich zur Theatervorstellung seiner Tochter gelangen kann. Für die Beantwortung dieser Anfrage muss das Programm unter anderem die Standorte des Termins sowie der Vorstellung kennen und die Reisedauer auf Basis der aktuellen Verkehrssituation ermitteln.
Apples anfängliche Strategie zur Realisierung derart komplexer Features stellte sich allerdings als nicht zielführend heraus. Das zwang das Unternehmen zu einem Kurswechsel in der weiteren Entwicklung. (dpa/red)
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