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BASF-Milliardenprojekt in ChinaKamieth erwartet anfangs geringere Gewinne

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BASF-Chef Markus Kamieth

BASF-Chef Kamieth: Milliardeninvestition in China lohnt sich später als gedacht. (Archivbild)

Die neue Fabrik in China wird zu Beginn nicht so gewinnbringend sein wie erwartet, gesteht BASF-Vorstand Markus Kamieth.

Kurz vor der Inbetriebnahme einer neuen Chemieanlage in China hat BASF-Chef Markus Kamieth eingeräumt, dass die milliardenschwere Investition erst verzögert rentabel sein wird. Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erklärte Kamieth: „Wir starten in einem überversorgten Markt, in dem die Preise und Margen auf einem historisch niedrigen Niveau liegen“. Er fügte hinzu: „Die Profitabilität wird in den ersten Jahren daher deutlich unter dem sein, was wir uns ursprünglich vorgestellt hatten.“

Kamieth rechtfertigte prinzipiell den Entschluss zur Errichtung der neuen Produktionsstätte. Auch geopolitische Unsicherheiten, wie ein möglicher Konflikt um Taiwan, würden diese Haltung nicht verändern. Peking betrachtet Taiwan als Teil seines Territoriums und strebt eine Wiedervereinigung mit der seit Jahrzehnten eigenständig verwalteten Insel an, auch unter Androhung militärischer Mittel.

Kamieth: Investitionsstopp in China birgt größeres Risiko

Laut Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) äußerte Kamieth: „Wenn wir aufhören, in China zu investieren, ziehen wir uns aus der Hälfte des Weltmarkts zurück. Dieses Szenario ist für mich deutlich risikoreicher als eine Investition in China“.

Rekordinvestition für den Chemiekonzern

Die Kosten für die neue Anlage in Zhanjiang in Südchina, deren Eröffnung für den kommenden Donnerstag geplant ist, belaufen sich laut Angaben des global führenden Chemieunternehmens auf circa 8,7 Milliarden Euro. Dies stellt die umfangreichste Einzelinvestition in der Firmengeschichte des Dax-Konzerns dar.

Dennoch fließe laut Kamieth nirgendwo mehr Geld als in das Hauptwerk in Ludwigshafen, und dies werde sich künftig nicht ändern. Ferner diene der neue Standort nicht als Ersatz für kürzlich geschlossene Anlagen in Ludwigshafen. „Wir verlagern nichts nach China“, bekräftigte Kamieth. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.