Die Rohstoffpreise nähern sich Rekordwerten. Vor allem bei Metallen wie Lithium und Wolfram gibt es extreme Steigerungen.
Fast neue RekordpreiseMetalle verteuern sich stark, Iran-Konflikt heizt die Lage an

Lithium in einer chilenischen Verarbeitungsanlage. Dieser und viele andere Rohstoffe haben sich im ersten Quartal stark verteuert. (Symbolbild)
Copyright: Rodrigo Abd/AP/dpa
In den letzten Monaten wurde ein deutlicher Preisanstieg bei fast allen Metallen, zusätzlich zu Öl und Gas, verzeichnet. Eine Analyse der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) zeigt, dass sich die Rohstoffpreise auf den globalen Märkten ihrem Rekordniveau von 2021 annähern. Diese Information wurde vom Verband in München bekannt gegeben. Auch für Industriebetriebe in Köln und der Umgebung, die von diesen Materialien abhängig sind, hat diese Entwicklung Konsequenzen. Vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärte: „Der Iran-Krieg befeuert diese Entwicklung zusätzlich“. Er fügte hinzu: „Kaum eine Branche bleibt von den Preissteigerungen unberührt.“
Preissprünge bei Edelmetallen und Seltenen Erden
Laut der Analyse erfuhren Edelmetalle während des ersten Quartals mit einem Zuwachs von mehr als 34 Prozent die stärkste Teuerung. Das ereignete sich, obwohl die Notierungen für Gold und Silber im Märzverlauf wieder rückläufig waren. Auf dem zweiten Platz rangierten Seltene Erden, deren Preise um 29,3 Prozent zulegten. Als Ursache dafür gelten laut vbw vor allem die Ausfuhrbeschränkungen der Regierung in Peking, welche den Weltmarkt für Seltene Erden maßgeblich dominiert.
Lithium und Wolfram mit extremen Preissteigerungen
In der gleichen Periode erlebten Industriemetalle einen Preisanstieg um 14,3 Prozent. Hervorzuheben sind dabei die extremen Preisentwicklungen bei spezifischen Metallen: Die Kosten für Lithium stiegen um mehr als 80 Prozent, bei Wolfram betrug der Anstieg sogar über 130 Prozent. Lithium wird beispielsweise für die Fertigung von Akkus für E-Autos verwendet. Nach Angaben von Brossardt findet Wolfram bei der Herstellung von KI-Chips sowie im Rüstungssektor Verwendung. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.