Die Gehälter für Arbeitskräfte im Agrarsektor werden ansteigen. Die Einigung war für die Arbeitgeberseite angesichts der Situation der Betriebe jedoch eine große Hürde.
Tarifabschluss in der LandwirtschaftMehr Geld für rund 500.000 Beschäftigte in drei Stufen

Die Branche will für Fachkräfte attraktiv bleiben. (Symbolbild)
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Eine Lohnvereinbarung für die circa 500.000 Arbeitskräfte im deutschen Agrarsektor wurde erzielt. Zu diesem Ergebnis kamen der Gesamtverband der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) sowie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), wie die dpa meldet.
Die Entgelte werden in drei Schritten angehoben: Eine Steigerung um jeweils 3,3 Prozent ist für den 1. Mai 2026, den 1. Januar 2027 sowie den 1. Januar 2028 vorgesehen. Darüber hinaus wurde für Juli des aktuellen Jahres eine Sonderzahlung von 300 Euro beschlossen. Gemäß einer gemeinsamen Erklärung der Verhandlungspartner dient diese Übereinkunft als Fundament für die künftigen Tarifabschlüsse zwischen den regionalen Arbeitgeberverbänden und der IG BAU.
Gewerkschaft sieht Branche für Nachwuchs gestärkt
Christian Beck, Verhandlungsleiter der Gewerkschaft und Mitglied im Vorstand der IG BAU, bezeichnete das Ergebnis als einen «guten Kompromiss». Jener leiste einen Beitrag, um den Sektor für junge Fachkräfte weiterhin ansprechend zu gestalten.
Arbeitgeber warnen vor existenziellen Herausforderungen
Hans-Benno Wichert, der Präsident des GLFA, äußerte dagegen, dass die Einigung angesichts der prekären finanziellen Situation vieler landwirtschaftlicher Betriebe nur unter großen Schwierigkeiten zustande kam. Wichert führte aus: «Der massive Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns zu Jahresbeginn übt erheblichen Druck auf unser gesamtes Tarifsystem aus und stellt insbesondere Betriebe mit arbeitsintensivem Anbau von Obst, Gemüse und Wein vor enorme, teils existenzielle Herausforderungen». Die Gültigkeit des Tarifvertrags erstreckt sich vom 1. Januar 2026 bis zum 30. September 2028. (red)
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