In Köln ist eine Antonov 124 Ruslan zu bestaunen. Am Samstag kurz vor Mittag hebt die Riesenmaschine wieder ab. Von der Besucherterrasse ist der seltene Jet gut zu sehen.
21 Meter hoch, 73 Meter breitEiner der größten Frachtflieger der Welt ist in Köln/Bonn gelandet

Seltener Gast: Die Antonov 124 am Freitag kurz vor dem Aufsetzen am Flughafen Köln/Bonn.
Copyright: Flughafen CGN
Seltener Gast am Flughafen Köln/Bonn. Am Freitagvormittag landete nach Angaben des Airports eine Frachtmaschine vom Typ Antonov 124 Ruslan im zivilen Teil des Flughafens im Kölner Stadtteil Wahn. Der Jet setzte um 11:10 Uhr außerplanmäßig in Köln/Bonn auf.
Eigentlich sollte die Maschine einem Sprecher zufolge erst morgen nach Köln kommen, und vorher einen Zwischenstopp am Flughafen Leipzig einlegen. Dort war es allerdings zu neblig für eine Landung, sodass die Antonov direkt ins Rheinland flog.

Die Antonov 124 im Landeanflug auf Köln/Bonn.
Copyright: Foto: Flughafen CGN
Aktuell wird sie beladen. An Bord ist Angaben zufolge technisches Equipment. Wer genau der Auftraggeber des Charterfluges ist, ist nicht öffentlich. Die Last soll etwa 80 Tonnen schwer sein. Luftfahrtexperten gehen aber davon aus, dass es nicht die Bundeswehr ist, da die Maschine ansonsten im militärischen Teil des Flughafens abgefertigt würde. Am Samstag, 7. Februar, soll die Maschine laut Plan um 11:30 Uhr wieder in Köln abheben. Das nächste Ziel ist Larnaka in Griechenland.
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Die Maschine ist fast 21 Meter hoch.
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Von der Besucherterrasse des Airports ist die Maschine gut zu sehen. Sie steht vor den Hallen, in denen die Frachtflugzeuge des Logistikkonzerns DHL abgefertigt werden. Der Eintritt zur Besucherterrasse in Köln/Bonn ist frei. Sie ist von 6:30 Uhr bis 22 Uhr geöffnet.
Die Antonov wurde Ende der 1970er Jahre vom sowjetischen Konstruktionsbüro Antonow als großes Transportflugzeug für die Streitkräfte konzipiert. Ziel der Entwicklung war ein Flugzeug mit einer hohen Nutzlast. Sie war einst das sowjetische Gegenstück zum amerikanischen Militärfrachter C-5 Galaxy, wird mittlerweile überwiegend für Charterfrachtflüge verwendet und nimmt in diesem Transportsegment eine Art Monopolstellung ein.

Die Antonov 124 auf dem Kölner Rollfeld.
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Anders als vergleichbare Verkehrsflugzeuge sind die Flügel bei der Antonov oben am Rumpf angebracht. Das ermöglicht ihr auch dank ihres robusten Fahrwerks die Landung auf unpräparierten Pisten. Die Maschine ist 70 Meter lang und hat eine maximale Startmasse von fast 400 Tonnen. Die Spannweite beträgt mehr als 70 Meter. Die reine Nutzlast beträgt 120 Tonnen. Sie ist höher und besitzt eine größere Spannweite als der größte Jumbojet Boeing 747-8.
Eine einzige Version des Flugzeugs mit sogar sechs Triebwerken war die noch deutlich größere Antonov An 225. Diese wurde im Februar 2022 im Russisch-Ukrainischen Krieg zerstört.

