Nach fünf Jahren Vorbereitung ist Pangi Anfang des Jahres ans andere Ende der Welt gezogen. Hier soll sie für den Erhalt ihrer Art sorgen.
Für den ArtenschutzKölsches Krokodil lebt jetzt in Australien

Krokodil-Weibchen Pangi hat jetzt eine neue Heimat.
Copyright: Kölner Zoo/T. Ziegler
Das Krokodil-Weibchen Pangalawa – abgekürzt Pangi – ist im Januar vom Kölner Zoo in den Tierpark von Melbourne in Australien gezogen. Wie der Kölner Zoo mitteilt, soll das Weibchen hier gemeinsam mit Krokodil-Männchen Luzon, dessen Weibchen vor einiger Zeit verstorben ist, für Nachwuchs sorgen.
Philippinen-Krokodile sind hochbedrohte Art
Die beiden Tiere gehören zur bedrohten Art der Philippinen-Krokodile, von denen es laut Schätzung von Experten nur noch rund 100 wild lebende Tiere gibt. „Auch in Zoos ist diese Art so rar, so dass jede Anstrengung zählt – koordiniert und über alle Kontinente hinweg“, so der Zoo. Ziel sei es, diese hochbedrohte Art zu erhalten.

Pangi kam 2013 im Kölner Zoo zur Welt.
Copyright: Kölner Zoo/T. Ziegler
Pangi habe den Transport in ihre neue Heimat gut überstanden und gewöhne sich nun in aller Ruhe an ihre neue Umgebung, so der Zoo. Bis sie auf das 27 Jahre alte Männchen Luzon trifft, werde es noch etwas dauern, da sie erst an Gewicht und Selbstvertrauen zulegen müsse. „Wir gehen fest davon aus, dass Pangi und Luzon schon bald ihrem Auftrag im Sinne der Arterhaltung erfolgreich nachkommen werden und in Australien für Nachwuchs sorgen“, sagt Kölns Aquariumskurator Thomas Ziegler, der auch das Erhaltungsprogramm für Philippinen-Krokodile in Europa leitet.
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Fünf Jahre Vorbereitung: Krokodil aus Köln zieht nach Australien
Bevor das kölsche Krokodil-Weibchen seine Flugreise ans andere Ende der Welt antreten konnte, waren laut Zoo insgesamt fünf Jahre Vorbereitung notwendig. Dazu zählten unter anderem Untersuchungen und ein Training mit Futter, damit sich Pangi an die Transportkiste gewöhnt. Außerdem mussten aufwendige Einreise- und Zollbestimmungen eingehalten werden. Verantwortlich für die Vorbereitungen war ein vierköpfiges Team aus Kurator Thomas Ziegler, Transferkoordinator Bernd Marcordes, Reviertierpflegerin Anna Rauhaus und Tierärztin Sandra Marcordes.
Pangi kam im Juli 2013 im Kölner Zoo zur Welt und war erst das zweite jemals in Europa geschlüpfte Philippinen-Krokodil. Der Name Pangalawa bedeutet „die Zweite“. Insgesamt konnten im Kölner Zoo bereits elf Mal Philippinen-Krokodile nachgezüchtet werden. Zuletzt schlüpften 2024 die Tiere Bagani und Marikit. Sie sollen langfristig in das Gebiet der Philippinen, den ursprünglichen Lebensraum der Art, zurückgeführt werden, um die dortigen Bestände zu stärken. (lba)

