Nach Karneval steigen in Köln die Grippefälle. Das widerspricht dem Bundestrend. Dabei dominiert vor allem ein Influenza-Typ.
Husten, Halsweh, SchnupfenGrippekurve in Köln zeigt nach oben – bundesweit flacht sie ab

Ein Fieberthermometer zeigt eine Körpertemperatur von 40,0 Grad nach der Messung bei einem mit Influenza infizierten Kind an. (Symbolbild)
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Während deutschlandweit vieles auf ein Abflauen der Grippewelle hindeutet, verzeichnet Köln nach dem Höhepunkt des Straßenkarnevals steigende Fallzahlen. Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA) NRW meldet für die vergangene Woche einen deutlichen Anstieg der 7-Tage-Fallzahl: von 168 auf 238 gemeldete Influenza-Fälle. Landesweit hingegen sank die Zahl im gleichen Zeitraum spürbar – von 5201 auf 3689 Fälle.
Zeitlich fällt der Anstieg durch seine Nähe zu den Karnevalstagen auf: Bei zahlreichen Sitzungen und Feiern, in Kneipen und Clubs kamen viele Menschen dicht gedrängt zusammen. Vorab hatten Ärztinnen und Ärzte gewarnt und dazu aufgerufen, sich an die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. Das LfGA NRW informiert regelmäßig über die Entwicklung akuter Atemwegserkrankungen (ARE). In den Berichten gibt die Behörde einen Überblick über die Verbreitung verschiedener Erreger wie Influenza, RSV oder Covid-19.
Influenza A dominiert, doch auch Covid-19 gibt es noch
In der laufenden Saison (ab Kalenderwoche 40 von 2025 bis Kalenderwoche 8 in 2026) wurden 2203 Influenza-Fälle in Köln registriert. Im Vergleichszeitraum der Vorjahre waren es 2234, davor 1667. Auffällig ist in dieser Saison der hohe Anteil von Influenza A mit 1761 gemeldeten Fällen, während Influenza B bislang eine deutlich geringere Rolle spielt. Nur 29 Fälle sind gemeldet worden.
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Und auch Corona taucht immer noch auf: 1007 Menschen sind im genannten Meldezeitraum in Köln an Covid-19 erkrankt. In den Vorjahren waren es 1332 für die Saison 2024/2025 beziehungsweise 5090 Fälle für 2023/2024 (jeweils KW 40 bis 8). Die Sieben-Tage-Inzidenz in Köln liegt aktuell bei 98,2. In NRW beträgt sie 112,83. Insgesamt sind über die genannten Wochen 20.349 Erkrankungen im Bundesland aufgetreten.
Vergleichsweise gering fällt die Verbreitung vom Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) in Köln aus: 230 Menschen haben sich in dieser Saison damit infiziert, das ist ein Rückgang zu den Vorjahren (295 beziehungsweise 303). NRW-weit waren es 3851 Fälle. Schwere Verläufe dieser Atemwegsinfektion kommen vor allem bei Babys, kleinen Kindern und Senioren vor.
Deutschlandweit sind mehr als 1000 Menschen an Grippe gestorben
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden in der vergangenen Woche bundesweit 21.485 laborbestätigte Influenzafälle gemeldet – und damit weniger als in der Vorwoche. „Die Grippewelle hält weiter an, der Höhepunkt der Grippewelle scheint jedoch überschritten zu sein“, heißt es im aktuellen Wochenbericht.
Seit Beginn der Saison im Oktober summieren sich die laborbestätigten Influenzainfektionen in ganz Deutschland auf 197.096 Fälle. 1087 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Grippeerkrankung, 96 Prozent von ihnen waren älter als 60 Jahre. In der vergangenen Woche musste fast jeder vierte Erkrankte – 4898 Personen – im Krankenhaus behandelt werden.
Auch die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen insgesamt ist laut RKI zuletzt leicht gesunken, liegt aber weiterhin auf einem für diese Jahreszeit typischen hohen Niveau. Für die jüngste ausgewertete Woche schätzt das Institut rund 6,9 Millionen neu aufgetretene Atemwegserkrankungen bundesweit – unabhängig davon, ob Betroffene ärztliche Hilfe in Anspruch nahmen. (mit afp)

