Erkan A. war eine frühere Größe der Rockergruppierung „Hells Angels“.
Seit 2015 auf der FluchtAttentat in Kölner Kneipe – Gesuchter Rocker laut Berichten im Iran gestorben

Eine Polizistin am Tatort in Nippes im Jahr 2015
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Die frühere Kölner Rockergröße Erkan A. ist laut einem Bericht der „Bild-Zeitung“ im Iran gestorben. Das ehemalige Hells-Angels-Mitglied galt als einer der Haupttäter des Attentates in der Nippeser Kneipe „No Name“ im Jahr 2015. Von einem Herzinfarkt als offizieller Todesursache ist die Rede. Allerdings gebe es auch Spekulationen um einen Giftanschlag. Die „Bild“ berichtet weiter, dass ein Bekannter von A. unter möglichen Vergiftungserscheinungen wie Nierenversagen leiden soll.
Köln: Erkan A. soll zuvor einen Mordanschlag überlebt haben
Laut Medienberichten hatte Erkan A. im Dezember vergangenen Jahres seinen Austritt bei den „Hells Angels“ erklärt und deren Kutte „entehrt“. Ein entsprechendes Video kursierte im Netz, A. trug hier den Pullover der Konkurrenzgruppierung „Bandidos“. Zuvor wurde auf den Rocker laut Berichten ein Mordanschlag in einem Restaurant in Istanbul verübt. Erkan A. soll von mehreren Kugeln getroffen worden sein, überlebte aber. Später soll der frühere Kölner in den Iran geflohen sein.
Sollte sich die Todesmeldung bestätigen, dann schließt sich wohl die Akte der „No Name“-Schießerei. In der damals geschlossenen Nippeser Kneipe hatte sich vor elf Jahren eine Einbrecherbande eingenistet. Zuvor hatten sie Spielautomaten aus einer Gaststätte auf der Bonner Straße gestohlen. Der Inhaber des Lokals gehörte zum Umfeld der „Hells Angels“ – die Rocker hätten daraufhin Rache geschworen. Kurz darauf überfiel ein regelrechtes Rollkommando das „No Name“ und eröffnete direkt das Feuer.
Ein 29-Jähriger fiel mit einem Brusttreffer vom Barhocker und starb zwischen Theke und Spielautomaten. Weitere Männer wurden von Kugeln getroffen, nur eine spätere Ladehemmung der Waffe rettete ihnen laut Anklage der Staatsanwaltschaft das Leben. Wegen ihrer Beteiligung an dem Verbrechen wurden bereits mehrere Männer zu hohen Haftstrafen verurteilt. Erkan A. und ein weiterer Haupttäter flüchteten in die Türkei. Der Komplize sitzt dort wegen anderer Straftaten im Gefängnis.

