Diplomatie statt Militärisierung: Rund 1000 Menschen werden beim Ostermarsch 2026 in Köln erwartet.
Protest gegen AufrüstungBeim Ostermarsch 2026 gehen Menschen in Köln für Frieden auf die Straße

Auf dem Roncalliplatz startet auch in diesem Jahr der Ostermarsch in Köln. (Archivbild)
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Köln wird am Samstag (3. April) erneut zur Bühne für die Friedensbewegung. Unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“ zieht der traditionelle Ostermarsch durch die Innenstadt. Den Protest gegen Aufrüstung, Wehrpflicht und militärische Konflikte organisiert das Kölner Friedensforum. Nach Angaben der Polizei werden rund 1000 Menschen erwartet.
Auftakt ist um 14.30 Uhr auf dem Roncalliplatz, schon ab 14 Uhr soll dort gemeinsam mit dem Kölner Friedenschor gesungen werden. Danach führt der Demonstrationszug durch die Stadt bis zum Chlodwigplatz, wo gegen 16.30 Uhr die Abschlusskundgebung geplant ist. Rednerinnen und Redner aus Politik, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Initiativen wollen dort ihre Positionen darlegen.
Ostermarsch 2026: Protest wendet sich gegen Wehrpflicht und Kriege
Die Organisatoren sehen den Ostermarsch vor dem Hintergrund aktueller Konflikte weltweit. Kriege wie in der Ukraine und im Nahen Osten zeigten aus ihrer Sicht, „wie wenig sich die kriegsführenden Staaten an das Völkerrecht halten“. Statt militärischer Stärke fordern sie „Diplomatie, Dialog, soziale Gerechtigkeit und globale Verantwortung“.
Auch konkrete Entwicklungen in Deutschland geraten in den Fokus. Kritisiert werden etwa Debatten über Wehrpflicht, steigende Rüstungsausgaben und eine stärkere Ausrichtung von Infrastruktur auf militärische Zwecke. „Militarisierung schafft keine Sicherheit“, heißt es im Aufruf. Sie befeuere vielmehr neue Eskalationen.
Kölner Polizei erwartet Verkehrsbehinderungen
Geplant sind Reden von Vertretenden des AStAs der Uni Köln und dem Schulstreikkomittee, aber auch von Claudia Lenden für das Bündnis für gemeinwohlorientiertes Gesundheitswesen sowie Jules El-Khatib von der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft. Vom Iranisch-Deutschen Frauenverein in Köln spricht Ferdos Dini. Auch Linken-Politikerin Lea Reisner, Vertrauensleute von Ford sowie Rheinmetall Entwaffnen haben sich angekündigt.
Der Protest bleibt nicht ohne Folgen für den Alltag in der Stadt. Vor allem entlang der Strecke und an größeren Kreuzungen kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen, während der Ostermarsch vorbeizieht.
Der Kölner Ostermarsch ist Teil einer größeren Bewegung: Bundesweit sind rund 100 Demonstrationen geplant, allein im Rhein-Ruhr-Gebiet zieht ein mehrtägiger Ostermarsch durch mehrere Städte. Angesichts der angespannten Weltlage rechnen die Veranstaltenden mit wachsender Beteiligung.


