Demos, Gegenproteste und Tausende Teilnehmer: Köln steht vor einem intensiven Wochenende. Doch wo wird es besonders voll?
Tausende TeilnehmendePatriarchat, Russland, Iran – Köln erwartet großes Demo-Wochenende

Die Polizei ist am Wochenende bei mehreren Demonstrationen in Köln im Einsatz. (Archivbild)
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Köln steht ein ereignisreiches Demonstrationswochenende bevor: Am Samstag und Sonntag sind zahlreiche Kundgebungen und Protestzüge im gesamten Stadtgebiet angekündigt – mit teils sehr unterschiedlichen politischen Botschaften und mehreren tausend erwarteten Teilnehmern.
Am Samstag (28. März) sorgt ein geplanter Autokorso „für den Frieden mit Russland und gegen Russophobie“ für Aufmerksamkeit. Rund 200 Teilnehmende rund um den Rechtsextremen Markus Beisicht wollen zwischen 12 und 17 Uhr von der Deutzer Werft bis zum Fühlinger See fahren. Es kommt zu Verkehrseinschränkungen, so die Polizei.
Gegen prorussischen Autokorso formiert sich Widerstand
Die Initiative „Freies Russland NRW“ ruft deshalb gemeinsam mit weiteren Gruppen wie Klare Kante, Köln gegen Rechts und Cityofhope zum Protest auf. Unter dem Motto „Russlands Angriff ist kein Frieden! Zusammen für die Ukraine!“ veranstalten sie eine Kundgebung auf dem Heumarkt. Dort werden zwischen 12 und 14 Uhr etwa 50 Teilnehmer erwartet.
Auch aus Belarus gibt es Widerspruch: Unter dem Titel „Tag der Freiheit in Belarus! Demonstration gegen den Autokorso“ wollen etwa 20 Menschen an der Deutzer Werft ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine setzen.
Deutlich größer dürfte eine Demonstration zur Unterstützung der Menschen im Iran ausfallen. Erwartet werden rund 2000 Teilnehmende, die zwischen 13 und 17 Uhr vom Neumarkt zum Roncalliplatz ziehen wollen, berichtet die Polizei auf Anfrage. Auch hier kann es zu Straßensperrungen kommen.
Solidarität mit Collien Fernandes und den Menschen im Iran
Am Samstagnachmittag richtet sich eine Demonstration mit rund 500 erwarteten Teilnehmenden gegen patriarchale Gewalt. Die Organisationen Seebrücke Köln, Widersetzen Köln und Feminist Law Clinic rufen zu Solidarität mit Collien Fernandes auf. Sie verweisen darauf, dass „der Schutz für Betroffene sexualisierter Gewalt in Deutschland unzureichend“ sei. Der Zug startet um 13 Uhr am Rudolfplatz und endet am Chlodwigplatz. Es sind Verkehrseinschränkungen zu erwarten.
Von 15 bis 17 Uhr ist zudem am Breslauer Platz eine Kundgebung gegen die Kürzung psychotherapeutischer Honorare mit etwa 200 Teilnehmenden geplant.
Eine weitere Iran-Demonstration ist für Sonntag (28. März) von 14 bis 17 Uhr am Neumarkt angekündigt – ebenfalls mit etwa 2000 Teilnehmenden. Parallel dazu findet von 14 bis 17.30 Uhr die Kundgebung für die unterdrückten Menschen im Iran und gegen die Morde des Regimes am Heumarkt statt, auch hier sind rund 2000 Teilnehmende angemeldet.
Außerdem soll von 12 bis 17 Uhr eine Demonstration zum Schutz von Waldtieren mit rund 100 Menschen am Rudolfplatz stattfinden. Für die Polizei bedeutet das Wochenende einen erheblichen Aufwand – und für viele Menschen wohl auch Einschränkungen im Verkehr.

