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Kölner Dom mit EintrittDompropst Assmann diskutiert mit Barbara Schock-Werner

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Archivfoto: Ein Domschweizer (links) spricht mit einem Touristen vor dem Eingang des Kölner Doms. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen Besucher mit touristischem Interesse ein Eintrittsgeld zahlen

Archivfoto: Ein Domschweizer (links) spricht mit einem Touristen vor dem Eingang des Kölner Doms. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen Besucher mit touristischem Interesse ein Eintrittsgeld zahlen. 

In der Talkreihe „frank&frei“ diskutieren Dompropst Guido Assmann und die Präsidentin des Zentral-Dombau-Vereins, Barbara Schock-Werner, über die geplante „Besichtigungsgebühr“.

Kaum eine Nachricht hat in Köln zuletzt für so viel Gesprächsstoff gesorgt wie die Ankündigung des Kölner Domkapitels, ab der zweiten Jahreshälfte eine „touristische Eintrittsgebühr“ zu erheben. Die Höhe des Eintrittsgelds und andere organisatorische Details sind noch unklar. Aber auch darüber hinaus wirft die Entscheidung viele Fragen auf.

„Wir müssen unsere Einnahmenseite steigern“, sagt Dompropst Guido Assmann. Der freie Zugang zum Dom sei ein „Geschenk, das wir den Menschen machen wollten, solange es geht“. Jetzt aber müssten die Verantwortlichen die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben wieder kleiner bekommen. Gottesdienstbesucher und Betende, versichert Assmann, sollen aber auch künftig kostenlosen Zutritt haben.

Als Präsidentin des Zentral-Dombau-Vereins (ZDV), des größten Geldgebers für den Bauerhalt des Doms, hat Barbara Schock-Werner Verständnis für die Finanzsorgen des Kapitels. Trotzdem hadert die ehemalige Dombaumeisterin mit dem Gedanken, dass die Menschen künftig zahlen sollen, wenn sie den Dom besichtigen möchten. Es müsse auch nicht-kommerzielle Räume geben – zuallererst die Kirchen. Außerdem befürchtet sie einen abschreckenden Effekt auf „Dombesucher mit Herzblut“.

In der Talkreihe „frank&frei“ erörtern die beiden Dombegeisterten mit Herzblut das Für und Wider. Moderation: Joachim Frank, Chefkorrespondent des „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Montag, 23. März, um 19.30 Uhr, in der Karl-Rahner-Akademie, Jabachstraße 4-8, 50677 Köln. Eintritt: 14 Euro (ermäßigt 7 Euro), mit KStA-Abocard 10,50 Euro.

Anmeldung telefonisch unter 0221/801078-0 oder online aufwww.karl-rahner-akademie.de/programm.