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Mehr als 5000 Euro erbeutetKölner Café nach Betrug vor dem Aus

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Nathalie und Anna vom Café „Bauchgefühl“

Nathalie (links) und Anna vom Kölner Café „Bauchgefühl“.

Internetkriminelle plünderten das Konto des Kölner Cafés „Bauchgefühl“. Nun kämpfen die Inhaberinnen um ihre Existenz.

In Köln-Sülz ringt das Café „Bauchgefühl“ um seine Existenz. Das Geschäftskonto wurde von Internetkriminellen geleert, wodurch ein Schaden von über 5000 Euro entstand. Die Inhaberinnen Nathalie und Anna ersuchen nun ihre Gemeinschaft um Unterstützung. Eine erschütternde Entwicklung für das „Bauchgefühl“, ein Café im Kölner Stadtteil Sülz. Der Betrieb ist Ziel einer hinterhältigen Betrugsaktion geworden.

Die Täter generierten virtuelle Bankkarten. Damit räumten sie das Konto von Natalie Ritter (28) und Anna-Marie Schmerbeck (30) leer. Es wurde eine Summe von 5107 Euro entwendet, was den kompletten Rücklagen des Unternehmens entsprach.

Phishing-Attacke auf Lokal in Köln

„Gestern ist uns dieser Betrug aufgefallen. Seitdem steht die Welt irgendwie komplett Kopf“, berichten die zwei Unternehmerinnen in einer bewegenden Videobotschaft auf Instagram, die sie nur mit Zögern publizierten. „Alles ist mit einem Schnipser kaputt gegangen.“

Zusätzlich zu dem finanziellen Verlust gab es eine weitere schlechte Nachricht. Das Kühlhaus des Lokals ist defekt. Der Betrieb kann ohne eine intakte Kühlung nicht fortgesetzt werden. Jedoch sind die Mittel für eine Instandsetzung nicht vorhanden. „Wir wissen nicht, mit was wir das bezahlen sollen, das reparieren zu lassen“, äußern Nathalie und Anna ehrlich.

„Anzeige bei der Polizei wurde erstattet“

„Anzeige bei der Polizei wurde erstattet“, teilte Anna auf eine Anfrage des „Express“ mit. Das Geldinstitut wurde ebenfalls benachrichtigt und das Konto sofort blockiert. Die Aussichten auf eine Erstattung des Betrags sind allerdings schlecht.

Was viele vielleicht nicht wissen: Nathalie und Anna führen das Café „Bauchgefühl“ nicht hauptberuflich, sondern aus reiner Passion. „Wir haben beide halt noch unsere eigenen Jobs und das alles unter einen Hut zu kriegen, bedeutet halt 24/7 Arbeit“, erläutern sie.

Jede Form der Mithilfe ist willkommen

Über Monate und teilweise sogar Jahre hinweg haben sie auf ein eigenes Einkommen verzichtet. „Wir machen das, weil wir unsere Community lieben und weil wir das lieben, was wir eigentlich auch machen.“

Jetzt richten sich die zwei Betreiberinnen an ihre Gemeinschaft sowie an die gesamte Bevölkerung von Köln. Egal ob eine Geldspende, das Teilen des Beitrags oder ein einfacher Besuch für einen Kaffee: Jede Form der Mithilfe ist willkommen. „Wir würden jetzt ungern die Reißleine ziehen und sagen: Ja, das war's jetzt wegen so einer ziemlichen Scheiße – anders kann man es ja nicht nennen.“(red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.