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Schlammweg nach RegenKölner kämpft um Sanierung des Dellbrücker Steinwegs

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Horst Brochhagen setzt sich seit Jahren für eine Sanierung des Waldwegs ein. (Archivbild)

Horst Brochhagen setzt sich seit Jahren für eine Sanierung des Waldwegs ein. (Archivbild)

Horst Brochhagen aus Dellbrück setzt sich seit Jahren erfolglos für die Sanierung eines Waldwegs ein, der bei und nach Regen voller Pfützen ist.

„Wenn es regnet, dann sind hier überall riesige Pfützen, die Leute versuchen, auszuweichen, aber an vielen Stellen ist das unmöglich. Das ist doch kein Zustand“, sagt Horst Brochhagen verzweifelt. Seit nunmehr 10 Jahren kämpft der Kölner dafür, dass der Dellbrücker Steinweg von der Stadt instand gesetzt wird.

Der Dellbrücker Steinweg beginnt am Kreisverkehr, wo die Diepeschrather Straße, der Steinweg, die Waltherstraße und der Kalkweg aufeinandertreffen. Er verbindet den Norden Dellbrücks mit dem Bergisch Gladbacher Stadtteil Hand und ist bei Spaziergängern und Radfahrenden sehr beliebt. Der Weg ist unbefestigt. Parallel verläuft zudem ein Reitpfad.

Horst Brochhagen aus Dellbrück

Horst Brochhagen aus Dellbrück

Dellbrücker Steinweg ist bei und nach Regen eine Pfützenlandschaft

2016 wandte sich Brochhagen erstmals an den Forstbetrieb Dünnwald, später an das Grünflächenamt sowie an Politik und Verwaltung – ohne sichtbaren Erfolg. Nach einem Artikel dieser Zeitung kam 2024 Bewegung in die Sache, als das Grünflächenamt einen Ortstermin zusagte. Gemeinsam mit den Verantwortlichen Michael Hundt und Jörn Anlauf wurde der Weg begutachtet. „Sie haben mir zugesagt, dass die Vertiefungen im Weg aufgefüllt werden sollen und die Stellen der Pfützen bearbeitet werden sollen, sodass das sich dort sammelnde Wasser abfließen kann“, sagt Brochhagen. Die Arbeiten sollten im ersten Halbjahr 2025 erfolgen, „doch das sei nicht geschehen“, kritisiert er.

Köln-Dellbrück: Bürger möchte Waldweg verbessern

„Mich ärgert dieses Nichtstun der Stadt“, sagt Brochhagen. Der viel genutzte Weg werde von Menschen mit Kinderwagen, Lastenrädern und Wanderern auf dem Kölnpfad genutzt – ebenso vom benachbarten Waldkindergarten, der täglich mit einem Handkarren dort entlangfährt. Bei Regen sei der Weg jedoch unpassierbar. „Auch wenn es im Schnitt ein bis zwei Monate im Jahr sind, ist das für einen so viel genutzten Weg doch nicht haltbar“, sagt Brochhagen. Er fordert, dass die Stadt endlich handelt.

Die Stadt ist jedoch der Meinung, dass der Zustand des Weges in einem dem Erholungsverkehr angemessenen Zustand sei, wie sie auf Anfrage dieser Zeitung mitteilt: „Der Waldweg ist kein Wirtschaftsweg, sondern befindet sich zum größten Teil im Naturschutzgebiet ‚Thurner Wald‘. Aus diesem Grund ist eine extensive Wegenutzung erforderlich, d. h. kein forstwirtschaftlicher Verkehr. Der Ausbau in üblicher Form zu einem wassergebundenen Weg ist aus Gründen des Naturschutzes nicht erforderlich und auch nicht gewünscht.“

Der normale Erholungsverkehr durch Spaziergänger oder Radfahrer sei laut Stadt uneingeschränkt möglich. Doch es gibt einen kleinen Lichtblick für Brochhagen und alle Nutzerinnen und Nutzer des Weges: „Geplant ist eine Minimalmaßnahme zur Wegeentwässerung, damit nach Starkregen die Pfützenbildung etwas eingedämmt wird.“ Eine Dringlichkeit liege aber nicht vor, wann Brochhagen also auf die gewünschte Verbesserung hoffen kann, ist unklar.