In Köln bieten die Uniklinik und die Radiologie Köln Kalk in Kooperation mit dem Evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk (EVKK) die Untersuchung an.
Neue KassenleistungLungenkrebs-Screening für langjährige Raucher startet in diesen Kölner Kliniken
Ab dem 1. April 2026 wird das Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-Computertomographie (LDCT) bundesweit als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt. Es bietet langjährigen Raucherinnen und Rauchern ab 50 Jahren die Möglichkeit, Lungenkrebs früh genug zu entdecken, um die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung zu erhöhen. In Köln wird die Untersuchung etwa von der Uniklinik oder der Radiologie Köln Kalk in Kooperation mit dem Evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk (EVKK) angeboten.
Teilnahmeberechtigt sind Personen im Alter von 50 bis 75 Jahren mit einer Rauchdauer von mindestens 25 Jahren und einer Tabakexposition von mindestens 15 Packungsjahren. Ein Packungsjahr entspricht hierbei dem Konsum von durchschnittlich einer Packung Zigaretten pro Tag für ein Jahr. Die Eignungsprüfung übernehmen Hausärzte oder ärztliches Personal an den Screening-Zentren. Das Screening kann dann jährlich in Anspruch genommen werden.
Lungenkrebs macht lange keine Symptome und wird deshalb bei vielen Patientinnen und Patienten zu spät erkannt
„Die meisten Patientinnen und Patienten kommen erst in einem fortgeschrittenen Stadium zu uns, sodass wir aktuell über 80 Prozent derer, die zu uns kommen, nur noch palliativ behandeln können“, sagt Matthias Heldwein, Leiter der onkologischen und robotischen Thoraxchirurgie an der Uniklinik Köln. Das Problem: Lungenkrebs macht sehr lange keine Symptome. Wird er rechtzeitig erkannt, bestehen jedoch gute Behandlungsmöglichkeiten. „Die durchschnittliche Fünf-Jahres-Überlebensrate in frühen Stadien liegt bei über 70 Prozent“, sagt Thoraxchirurg Heldwein.
Die Radiologie Köln-Kalk bietet von Montag bis Donnerstag eine offene Sprechstunde (16 bis 18.30 Uhr) ohne Terminvereinbarung an. Rein statistisch könnten in Köln jährlich über 100 Menschenleben durch das Screening gerettet werden, heißt es in einer Mitteilung des Instituts. An der Uniklinik können Betroffene online Termine beim Centrum für Lungenkrebsfrüherkennung vereinbaren.

