Abo

Olympia in Köln?OB Burmester will Dom nicht zu sehr inszenieren – „Ist ein Gotteshaus“

2 min
Kölns OB Torsten Burmester.

Kölns OB Torsten Burmester.

Ein Drittel der Kölnerinnen und Kölner hat bisher am Olympia-Bürgerentscheid teilgenommen. OB Burmester äußerte sich auch zur Kritik von Moderator Jan Böhmermann.

In Köln haben zwei Wochen vor dem Ende der vierwöchigen Abstimmung rund 245.000 Menschen am Bürgerentscheid über Olympische und Paralympische Spiele in der Region Rhein-Ruhr mit Köln als sogenannter „Leading City“ teilgenommen.

Das teilte Kölns Oberbürgermeister Thorsten Burmester (SPD) in einem Interview mit der „Welt“ und der „Bild“ mit. Burmester sagte: „In Köln haben bereits rund 30 Prozent der 814.141 Wahlberechtigten per Briefwahl abgestimmt.“

Die Abstimmung läuft ausschließlich per Brief bis zum 19. April, Mitte März hatte die Stadt die Unterlagen verschickt. Die Antwort mit den meisten Stimmen ist das Ergebnis des Entscheids. Wichtig dabei: Mindestens zehn Prozent der Abstimmungsberechtigten müssen für diese Antwort gestimmt haben, das wären gut 81.000. Das erscheint angesichts der schon jetzt abgegebenen 245.000 Stimmen sowohl für Ja als auch Nein machbar.

Wie mehrfach berichtet, lautet die Frage: „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Köln an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, im Jahr 2040 oder im Jahr 2044 beteiligt?“

Mehrere Bewerber um Olympia

Diese Formulierung gibt das Land NRW für alle 17 an der gemeinsamen Bewerbung beteiligten Kommunen vor. Nach Angaben des Landes sind über vier Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, eine „gemeinsame Entscheidung“ zu treffen.

Neben Köln Rhein Ruhr sind auch München, Berlin und Hamburg daran interessiert, Olympia-Austragungsstadt zu werden. Mit welcher Stadt sich der Deutsche Olympische Sportbund beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bewirbt, entscheidet der Dachverband am 26. September. Danach muss aber auch das IOC die Spiele noch nach Deutschland vergeben.

Auf die Frage, ob Köln den Dom ähnlich wie Paris als Zentrum der Spiele inszenieren werde, sagte Burmester im Interview, dass es sich beim Dom um ein Gotteshaus handelt, „da bedarf es einer gewissen Zurückhaltung“.

Zuletzt hatte ZDF-Moderator Jan Böhmermann gesagt, dass Köln die Spiele nicht wolle. Dazu sagte Burmester: „Wir neigen in Deutschland dazu, immer Nein zu sagen – mit dem Hinweis, dass wir eh nichts auf die Kette kriegen. Herr Böhmermann gehört zu dieser Nein-Fraktion. Wir brauchen mehr Menschen mit einer positiven Haltung und einem grundsätzlichen Ja.“ (red)