Ein Leck im Bug zwingt einen Sandfrachter bei Köln zum Stopp. Erst nach stundenlangem Einsatz auf dem Rhein kommt die Lage unter Kontrolle.
Havarie auf dem RheinLoch im Bug – Frachter läuft bei Köln auf Sandbank

Am Samstagnachmittag ist es auf dem Rhein bei Köln-Porz zu einer Schiffshavarie gekommen. (Symbolbild)
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Auf dem Rhein bei Köln-Westhoven ist es am Samstagnachmittag zu einer Havarie eines Frachtschiffes gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilt, ging am 24. Januar um 14.46 Uhr der Notruf des Kapitäns eines 85 Meter langen Frachters in der Leitstelle Köln ein. Im Bugbereich des Schiffes drang Wasser ein.
Das Schiff hatte rund 1300 Tonnen Sand geladen. Um die Fahrrinne des Rheins nicht zu blockieren, setzte der Kapitän den Frachter auf eine linksrheinische Sandbank. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte zeigte sich bereits ein deutlich vergrößerter Tiefgang im Bugbereich. Neben dem Rettungs- und Löschboot der Feuerwehr Köln wurde zur Unterstützung auch ein Löschboot der Feuerwehr Bonn alarmiert.
Kajüte unter Wasser – 10.000 Liter pro Minute ausgepumpt
Nach Angaben der Feuerwehr standen die Bugkajüte und angrenzende Räume etwa 2,5 Meter unter Wasser. Mit Pumpen beider Löschboote konnte der Wasserstand zunächst stabilisiert und leicht gesenkt werden. In der Spitze wurden dabei mehr als 10.000 Liter Wasser pro Minute aus dem Schiff gepumpt.
Im weiteren Verlauf entlud ein Baggerschiff rund 500 Tonnen Sand aus dem vorderen Teil des Frachters. Dadurch schwamm der Bug weiter auf, und der Wasserstand im Schiff konnte durch weiteres Abpumpen deutlich gesenkt werden. Wegen eines „erkennbar großen Lecks“ sei ein Abschleppen in einen Hafen oder eine Werft jedoch mit hohen Risiken verbunden gewesen, so die Feuerwehr.
Köln: Frachter konnte noch nicht geborgen werden
Stattdessen wurde das nun deutlich leichtere Schiff im Flachwasser entlang des linksrheinischen Ufers auf Grund gesetzt. Die Bergung soll in den kommenden Tagen durch Spezialfirmen erfolgen.
Unterstützt wurden die Feuerwehren Bonn und Köln von zwei Booten der DLRG, die den Transport von Personal, Material und Verpflegung übernahmen. Insgesamt waren 23 Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln, fünf aus Bonn sowie 21 Kräfte der DLRG im Einsatz. Der Einsatz endete gegen 23.50 Uhr. (sbo/mg)

