Die KVB streikt am Wochenende. Das spitze die Verkehrssituation in Köln weiter zu, erklärt ein Sprecher der Lanxess Arena.
Kölner Haie, Jason DeruloSo reagiert die Lanxess Arena in Köln auf den KVB-Streik

Die Lanxess Arena erwartet zahlreiche Besucher an den beiden Streiktagen. Der Veranstaltungsplan ist eng getaktet.
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Die Gewerkschaft Verdi hat für den 27. und 28. Februar zu einem bundesweiten Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr aufgerufen. In fast allen Bundesländern sollen die Beschäftigten von Freitag bis Samstag die Arbeit niederlegen. Auch die Millionenstadt Köln ist von dem Streik betroffen.
An diesen Tagen finden in Köln wie an jedem Wochenende zahlreiche Events statt, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Bus und Bahn setzen. In der Lanxess Arena spielen die Kölner Haie beispielsweise um 19.30 Uhr gegen den ERC Ingolstadt. Am Samstag gibt Jason Derulo ein Konzert seiner „The Last Dance World Tour“, das um 20 Uhr beginnt. Beide Events sind nach Angaben eines Sprechers der Lanxess Arena nahezu ausverkauft: Bei den Kölner Haien werden 18.600, bei dem Derulo-Konzert etwa 16.000 Menschen erwartet.
„Der Zeitplan für unsere Veranstaltungen ist eng getaktet, und durch den Streik spitzt sich die Situation nun richtig zu“, erklärt der Sprecher weiter. Die Crew des Künstlers kann unbeeinträchtigt arbeiten, da sie in der Nacht anreist und alle Umbauten über Tag erledigt. „Auch der Künstler wird in der Regel direkt vom Flughafen oder aus einem nahegelegenen Hotel kommen.“ Allerdings könnte man sich eine Verzögerung des Konzert-Auftakts kaum leisten. Die Crew müsse nachts wieder abbauen und die nächste Show vorbereiten. „Da kann man nicht einfach etwas später anfangen.“
Lanxess Arena: Auto stehen lassen, wenn möglich
Besucherinnen und Besucher sollten das Auto stehenlassen, um nicht in einen Stau zu geraten. Der Sprecher verweist auf den Deutzer Bahnhof: „Da haben wir noch Glück, dass wir relativ gut angebunden sind.“ Wer nicht auf das Auto verzichten kann, dem rät er, direkt in die umliegenden Parkhäuser, etwa der Köln Arcaden, auszuweichen und gar nicht erst auf die Straßen um die Arena aufzufahren. Diese seien erfahrungsgemäß ausgesprochen stauanfällig. Der Veranstaltungsort bietet auch eigene Parkhäuser an, die teilweise als „Premium-Parkplatz“ vorab über die Webseite gebucht werden müssen.
Die KVB empfiehlt in ihrer Meldung zu den Streiktagen, neben den vereinzelten Busfahrten durch Subunternehmer das KVB-Rad zu nutzen. Dieses sei mit einem Deutschlandticket oder einem Abo auf der VRS-Chipkarte bis zu 30 Minuten pro Fahrt kostenlos nutzbar. Wenn das Ticket den Gültigkeitsbereich abdeckt, können auch die Züge der Deutschen Bahn, der Mittelrheinbahn, der S-Bahn, der Regionalbahn und des Regionalexpresses genutzt werden.
Wer ein Taxi in Betracht zieht, sollte dieses sicherheitshalber vorab buchen. Eine weitere Option sind Fahrdienstvermittler wie Uber, die jedoch aufgrund ihrer dynamischen Preisgestaltung schnell teuer werden können.

