Wie schon am Vortag ging auch am Donnerstag zeitweise nichts mehr auf den Straßen in Süddeutschland. Die A3 musste erneut gesperrt werden.
Lkw blockieren FahrbahnErneut Verkehrschaos wegen Glätte auf der A3

Wegen Schnee- und Eisglätte ereigneten sich am Mittwoch und Donnerstag zahlreiche Unfälle auf der A3 (Symbolbild).
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Das Winter-Chaos in Teilen Deutschlands hört nicht auf: Nach massiven Verkehrsproblemen am Mittwoch haben Schnee und Glätte auch am Donnerstag Teile der Autobahn 3 in Süddeutschland lahmgelegt. Während am Vortag vor allem die Region rund um Regensburg von Eisregen betroffen war, ging am Donnerstagvormittag vor allem weiter westlich in Unterfranken nichts mehr.
Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, begann es pünktlich zum Start des Berufsverkehrs kräftig zu schneien. Innerhalb kurzer Zeit lagen dann mehrere Zentimeter Neuschnee auf den Straßen. Vor allem im Bergland des Spessarts zwischen Frankfurt und Würzburg kam es zu massiven Beeinträchtigungen. Insgesamt meldete die Polizei am Vormittag 55 Unfälle. Drei Personen wurden leicht verletzt, meistens blieb es aber bei Blechschäden.
A3 in Richtung Frankfurt gesperrt – Winteralarmplan ausgelöst
Mehrere Lkw blieben an Hängen liegen, sodass die A3 in Richtung Frankfurt komplett gesperrt werden musste. Erst das THW konnte die Fahrzeuge mit Schneeketten ausrüsten und freischleppen. Es kam zu langen Rückstaus. Der Winteralarmplan für die Autobahn Main-Spessart wurde ausgelöst, also ein Notfallkonzept des Katastrophenschutzes, das bei extremem Schneefall greift.
Auch der ÖPNV im Landkreis Kitzingen war beeinträchtigt, er musste wegen des Schneefalls zeitweise eingestellt werden. So auch im Landkreis Main-Spessart, hier wurde der Busbetrieb eingestellt. In der Würzburger Innenstadt fuhren ebenfalls vorübergehend keine Busse mehr.
A3-Chaos am Mittwoch bei Regensburg
Ebenfalls auf der A3 in Bayern war es bereits in der Nacht zu Mittwoch zu chaotischen Zuständen gekommen, die sich bis zum Mittwochmittag hinzogen. Dort hatte Blitzeis den Verkehr lahmgelegt, es ereigneten sich zahlreiche Unfälle, die Polizei musste einen Abschnitt der Autobahn bei Regensburg für Stunden sperren. Auch der Berufsverkehr am Morgen war betroffen. Die Polizei sprach von einem „Glatteis-Chaos“.
Nach Mitternacht hatte sich Blitzeis gebildet und die Straßen in rutschige Pisten verwandelt. Rund um das Autobahnkreuz Regensburg ereigneten sich in kurzen Abständen mehrere Unfälle. Die A3 zwischen Nürnberg und Passau musste zwischen Laaber und Regensburg-Ost in beide Richtungen gesperrt werden.
Mehrere Lkw konnten nicht mehr weiterfahren. Gegen 1.30 Uhr kollidierte laut „Mittelbayerische“ ein Lkw zwischen den Anschlussstellen Sinzing und Nittendorf glättebedingt mit einer Leitplanke. Nur ein paar Minuten später ging bei der Einsatzzentrale die Mitteilung über zwei quer stehende Lastwagen auf der Fahrbahn ein. Verletzt wurde bei den Unfällen niemand.
Gegen 2.30 Uhr ereignete sich in der Gegenrichtung ein weiterer Unfall, an dem vier Fahrzeuge beteiligt waren. Ein Pkw geriet beim Autobahnkreuz Regensburg ins Schleudern. Drei Lkw kollidierten mit dem stehenden Fahrzeug. Bei diesem Unfall wurde eine Person leicht verletzt.
A3: Einsatzfahrzeuge und Winterdienst kommen nicht durch
Selbst Polizeifahrzeuge hatten wegen der Glätte Probleme, an die Unfallstellen heranzukommen. Auch für Streu- und Räumfahrzeuge war wegen der blockierten Fahrbahnen kein Durchkommen mehr, teilweise waren sie auch nicht verfügbar. Es wurde Verstärkung aus Niederbayern angefordert. Es bildeten sich kilometerlange Rückstaus. Für Autofahrer, die seit Stunden im Stau standen, wurden Betreuungspunkte eingerichtet. Auch auf den Ausweichstrecken staute sich der Verkehr.
Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren unterwegs, auch um den Verkehr umzuleiten. Auch die Freiwilligen Feuerwehren aus mehreren Orten unterstützen die Arbeiten.
Gegen 9.20 Uhr ereignete sich dann noch ein weiterer Unfall bei Regensburg.
Die Fahrbahnen mussten so weit von Fahrzeugen freibekommen werden, dass der Winterdienst seine Arbeit verrichten konnte. Erst nach fünf Stunden gab es wieder freie Fahrt. Die Vollsperrung in Fahrtrichtung Frankfurt wurde gegen 10.30 Uhr aufgehoben, in Richtung Passau erst gegen 10.50 Uhr. Bis sich der Verkehrsfluss wieder normalisierte, wurde es dann fast Mittwochmittag.
Es bleibt winterlich in Bayern
Nicht ausgeschlossen werden kann, dass es auch am Freitag erneut zu Verkehrsbeeinträchtigungen in Bayern kommt: Bis zum Mittag sollen teils mehr als 20 Zentimeter Neuschnee fallen – dieses Mal aber eher im Süden des Bundeslandes.
„Schnee bleibt auch am Abend und nachts in Bayern ein Thema“, meldet Kachelmannwetter. Besonders im Raum München bis zu den Alpen soll es weiß werden. Erst im Laufe des Freitagvormittags zieht das Schneegebiet ab.

