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Rauch bis DüsseldorfHunderte Tonnen Metallschrott brennen in Krefeld – mehrere Verletzte

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Dichter Rauch über einem Gebäude im Industriegebiet ist am 22. Dezember 2025 in Krefeld zu sehen. Nun brannte es hier erneut.

Dichter Rauch über einem Gebäude im Industriegebiet ist am 22. Dezember 2025 in Krefeld zu sehen. Nun brannte es hier erneut.

Die Feuerwehr musste zu schwierigen Löscharbeiten zu einem Krefelder Entsorgungsbetrieb ausrücken. Erst 2025 hatte es hier gebrannt.

Rund 700 Tonnen Metallschrott brennen seit etwa 19.00 Uhr am Mittwochabend in einem Entsorgungsbetrieb am Krefelder Rheinhafen. „Wir löschen seit der Alarmierung und haben noch keinen großen Einsatzerfolg, weil der Metallschrott mühsam mit Baggern auseinandergezogen werden muss“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Drei Mitarbeiter des Recyclingunternehmens hatten bei Löschversuchen Rauchgase eingeatmet und wurden leicht verletzt - zwei kamen ins Krankenhaus. Die Brandursache ist bisher unbekannt.

Die Löscharbeiten werden sich laut Feuerwehr noch bis in die Morgenstunden hinziehen, weil die Baggerfahrer aufgrund der starken Rauchentwicklung immer wieder pausieren müssen. Insgesamt sei die Lage aber stabil. Bis zu 150 Feuerwehrleute waren in dem Industriegebiet im Einsatz.

Brand in Krefeld hat Auswirkungen bis Düsseldorf

Wegen der starken Rauchentwicklung hatte die Feuerwehr am Mittwochabend einen Alarm auf Warn-Apps ausgelöst. Anwohnerinnen und Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen und sich nicht im Freien aufhalten. Der Rauch zog bis nach Düsseldorf.

Am frühen Morgen gebe es nur noch eine Geruchsbelästigung, sagte der Sprecher. Die noch etwa 30 Meter hohe Rauchsäule bestehe nun vor allem aus Wasserdampf. Nach bisherigen Messungen gebe es keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.

Bereits am 22. Dezember waren in dem betroffenen Recyclinghof rund 800 Tonnen geschredderter Metallschrott in Brand geraten und hatten einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. (dpa)