Wer fährt für Deutschland zum Eurovision Song Contest 2026 nach Wien? Die Entscheidung fällt am 28. Februar – live im TV und Stream.
Übertragung, Teilnehmer, SongsAlle Infos zum ESC-Vorentscheid 2026 in der ARD

Sarah Engels will für Deutschland beim Eurovision Song Contest antreten. (Archivbild)
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Der deutsche ESC-Vorentscheid 2026 steigt am Samstag, 28. Februar 2026, um 20.15 Uhr. Die Show läuft live in der ARD sowie parallel im Stream in der ARD-Mediathek. International ist die Sendung über den offiziellen YouTube-Kanal des Eurovision Song Contest abrufbar.
Austragungsort ist Berlin. Moderiert wird das „Deutsche Finale 2026“ von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger. Den Kommentar übernimmt Thorsten Schorn.
Wichtig: Erstmals verantwortet der SWR das Auswahlverfahren – nicht mehr der NDR. Auch Stefan Raab ist diesmal nicht eingebunden.
Eurovision Song Contest Voting 2026 Deutschland: Jury & Publikum entscheiden gemeinsam
Das Auswahlverfahren läuft zweistufig:
- Internationale Expertenjury wählt drei Finalisten
- Publikumsvoting entscheidet allein über den Sieger
Die 20-köpfige Jury besteht aus Musik- und ESC-Experten aus ganz Europa, darunter ESC-Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
- Christer Björkman (ESC-Chef Schweden, Teilnehmer ESC 1992)
- Ruslana (ESC-Gewinnerin für die Ukraine, 2004)
- Luca Hänni (ESC-Teilnehmer Schweiz, 2019)
Am Ende zählt ausschließlich die Stimme der Zuschauerinnen und Zuschauer. Wer die meisten Votes erhält, vertritt Deutschland beim ESC 2026 in Wien.
Teilnehmer & Songs: Diese 9 Acts kämpfen um das ESC-Ticket
Neun Acts stehen im deutschen Finale. Die stilistische Bandbreite reicht von Pop-Ballade über Indie bis Italo-Disco-Elemente. Hier alle Kandidatinnen und Kandidaten und Songs:
BELA – „Herz“
Newcomer aus München mit emotionalem Pop-Song über Nähe, Selbstzweifel und Mut zur Liebe. Sein Beitrag „Herz“ wird als ehrliche, deutschsprachige ESC-Nummer wahrgenommen. Der 23-jährige Künstler arbeitete zuvor vor allem im Studio, steht mit diesem Projekt erstmals auf einer großen Bühne. Seine Musik setzt auf direkte Gefühle und klare Melodien.
Sarah Engels – „Fire“
Die 33-jährige Pop-Sängerin Sarah Engels wurde durch „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt und hat seitdem Alben, TV-Siege und Musical-Engagements vorzuweisen. Mit „Fire“ bietet sie eine englischsprachige, empowernde Pop-Hymne über Selbstachtung und Wiederaufstehen nach Rückschlägen. Ihr Beitrag ist international ausgerichtet und energiegeladen arrangiert. Vielseitige Bühnen- und TV-Erfahrung gehören zu ihren Stärken.
Dreamboys The Band – „Jeanie“
Vier Musikerinnen aus Berlin verbinden Indie-Pop, warme Harmoniegesänge und persönliche Geschichten. Ihr Song „Jeanie“ feiert Selbstakzeptanz, innere Stärke und Lebensfreude. Die Band legt Wert auf organischen Sound und kollektive Performance. Das ESC-Finale soll ihnen als große Bühne für ihre gemeinsame Vision dienen.
Laura Nahr – „Wonderland“
25-jährige Singer-Songwriterin aus Magdeburg mit akustisch geprägtem Pop, der akustische Gitarre und Klavier mit modernen Sounds verbindet. „Wonderland“ thematisiert Aufbruch, Orientierungslosigkeit und das Erwachsenwerden. Ihre Karriere begann früh mit eigenen Liedern und mehreren Instrumenten. Sie pendelt zwischen Berlin und London und plant weitere Auftritte.
Malou Lovis – „When I’m With You“
Gewinnerin der 13. Staffel von „The Voice of Germany“ (2023). Ihr Song erzählt von intensiver Liebe zwischen Frauen und thematisiert Queersein, Authentizität und Zugehörigkeit. Sie bringt starke Vocals und Bühnenpräsenz mit und nutzt den ESC-Vorentscheid als Chance für breitere internationale Aufmerksamkeit.
Molly Sue – „Optimist (Ha Ha Ha)“
25-jährige Popsängerin aus Laboe mit kraftvollem Pop und persönlicher Themenwahl. „Optimist (Ha Ha Ha)“ handelt von inneren Kämpfen, Unsicherheiten und der Stärke hinter einem Lächeln. Sie will mit positiver Energie und Nähe zum Publikum punkten. Molly Sue bringt Erfahrung aus Castingshows wie „The Voice Kids“ mit.
MYLE – „A OK“
Deutsch-amerikanisch geprägter Pop-Act mit warmem, gitarrengetragenem Sound und emotionalen Botschaften. „A OK“ entstand nach Gesprächen über mentale Krisen und vermittelt Hoffnung, Optimismus und Verbundenheit. Sein Stil mischt internationale Pop-Elemente zu einem zugänglichen ESC-tauglichen Sound.
Ragazzki – „Ciao Ragazzki“
Duo aus Berlin mit Italo-Disco- und Polska-Pop-Einflüssen, das Party-Beats, markante Synthies und treibende Rhythmen kombiniert. „Ciao Ragazzki“ feiert Feierlaune, Lebenslust und tanzbare Musik. Die Band bringt energiegeladene Performance und unverwechselbare visuelle Identität mit ins Rennen.
wavvyboi – „black glitter“
Nonbinärer Artist aus Liechtenstein mit einem Mix aus Pop, Rock, Glam-Elementen und offenem Queer-Statement. „black glitter“ verbindet kraftvolle Gitarrenriffs mit einer eingängigen Melodie und thematisiert Selbstakzeptanz und Diversität. Sein Auftritt soll Authentizität feiern und musikalische Vielseitigkeit zeigen.
ESC-Vorentscheid 2026: Diese Gäste sind dabei
- Paola Felix
- Michael Schulte
- Abor & Tynna
- Carolin Kebekus
- Hans Sigl
- Thorsten Schorn
- Consi Zöller
Eurovision Song Contest 2026 in Wien: Das müssen Sie wissen
Der Eurovision Song Contest 2026 findet vom 12. bis 16. Mai 2026 in Wien statt, nachdem Österreich den ESC 2025 gewonnen hat. Der Sieg 2025 ging an JJ mit dem Song „Wasted Love“. Wien richtet den Wettbewerb in der Wiener Stadthalle aus – zum dritten Mal nach 1967 und 2015.

Victoria Swarovski (l.) und Michael Ostrowski präsentieren sich bei einer Pressekonferenz am 29. Januar 2026 in Wien als Moderatoren des Eurovision Song Contest 2026. Die österreichische Hauptstadt richtet den 70. ESC vom 12. bis 16. Mai 2026 aus.
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Für alle drei Shows wurden Victoria Swarovski und Michael Ostrowski als Moderatoren bestätigt. 35 Länder werden erwartet, die in zwei Halbfinals um den Einzug ins große Finale kämpfen; Deutschland ist als Mitglied der „Big Five“ direkt im Finale. Die genaue Startreihenfolge, Gastshows und komplette Teilnehmerliste werden in den kommenden Wochen finalisiert.
Zum ESC 2026 kehren Bulgarien, Moldau und Rumänien zurück, während Irland, Island, die Niederlande, Slowenien und Spanien ihre Teilnahme aus Protest gegen die Teilnahme Israels boykottieren.
Deutsche ESC-Teilnehmer der letzten 10 Jahre
- 2016 – Jamie-Lee – „Ghost“ – ESC in Stockholm – 26. Platz (11 Punkte)
- 2017 – Levina – „Perfect Life“ – ESC in Kiew – 25. Platz (6 Punkte)
- 2018 – Michael Schulte – „You Let Me Walk Alone“ – ESC in Lissabon – 4. Platz (340 Punkte)
- 2019 – S!sters – „Sister“ – ESC in Tel Aviv – 25. Platz (24 Punkte)
- 2020 – Ben Dolic – „Violent Thing“ – ESC in Rotterdam – Wettbewerb abgesagt (keine Wertung)
- 2021 – Jendrik – „I Don’t Feel Hate“ – ESC in Rotterdam – 25. Platz (3 Punkte)
- 2022 – Malik Harris – „Rockstars“ – ESC in Turin – 25. Platz (6 Punkte)
- 2023 – Lord of the Lost – „Blood & Glitter“ – ESC in Liverpool – 26. Platz (18 Punkte)
- 2024 – Isaak – „Always On The Run“ – ESC in Malmö – 12. Platz (117 Punkte)
- 2025 – Abor & Tynna – „Baller“ – ESC in Basel – 15. Platz (151 Punkte)

