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Erinnerungen an P. DiddyBoris Becker über wilde Partyzeiten mit Skandal-Rapper

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Boris Becker und Lilian de Carvalho Monteiro stehen bei der Berlinale auf dem roten Teppich.

Boris Becker und Lilian de Carvalho Monteiro stehen bei der Berlinale auf dem roten Teppich. (Archivbild)

Boris Becker berichtet in einem Podcast von seinen Erfahrungen mit Sean „Diddy“ Combs. 

In einem Interview mit dem US-Journalisten Louis Theroux hat Boris Becker über seine Vergangenheit gesprochen. Dabei gab er tiefe Einblicke in die Partyszene von Miami. Im Mittelpunkt standen seine Treffen mit dem Musikproduzenten Sean „Diddy“ Combs.

Becker, der lange in Florida wohnte, war oft auf den berüchtigten Partys des Rappers. Die späteren Anschuldigungen gegen Combs haben ihn daher nicht erstaunt.

Der Musiker Sean Combs verbüßt eine Haftstrafe. Er wurde unter anderem wegen Menschenhandels und organisierter Prostitution verurteilt. Becker beschreibt die Stimmung auf den Events als extrem.

Boris Becker packt über eskalierende Partys aus

Er sagte: „Niemand hat wirklich im Detail darüber gesprochen, was dort passierte, aber diese Partys gingen über Stunden. Manchmal dauerten sie ein oder zwei Tage am Stück.“ Der 58-Jährige fügte hinzu, dass er selbst nie der Typ für solche ausufernden Exzesse gewesen sei, weil er den Sinn darin nicht erkannte. Das berichtet „ntv.de“.

Den früheren Profisportler machte vor allem die physische Anstrengung der anderen Gäste nachdenklich. Er wunderte sich, wie es möglich war, so lange durchzuhalten. Becker schilderte dazu: „Wenn du jemanden am Samstagnachmittag triffst und dann am Dienstag wieder mit ihm sprichst und er sagt: ‚Verdammt, ich bin gerade erst da rausgekommen‘ - natürlich sagt niemand, was er in diesen 48 Stunden genau getan hat“.

Boris Becker räumt mit Gerüchten auf

Becker sprach in dem Interview nicht nur über die Partys, sondern räumte auch mit einer langlebigen Behauptung über sein Privatleben auf. Lange Zeit wurde gemutmaßt, er habe seine erste Frau Barbara betrogen, als diese im Krankenhaus war, um ihren Sohn Elias zu gebären. Der dreimalige Wimbledon-Gewinner stellte dazu klar: „Es gab keine Wehen“. Er erklärte, Barbara sei zwar in der Klinik gewesen, doch die Entbindung stand zu diesem Zeitpunkt nicht direkt bevor.

Er gestand jedoch offen: „Ich habe sie betrogen, daran gibt es keinen Zweifel.“ Dieser Seitensprung war der Grund für die Scheidung. Becker hob im Podcast hervor, Barbara sei eine „wunderbare Mutter“ für die beiden älteren Söhne. Ihr heutiges Verhältnis sei von Respekt geprägt.

Er selbst bezeichnet sich als Familienmenschen und empfindet sich nach seiner eigenen Haftstrafe wegen Insolvenzdelikten als verwandelter Mensch. (jag)