Ein Staffelfinale wie ein spannendes Endgame auf dem Center Court: Ex-Weltklasse-Tennisspielerin Andrea Petkovic verwandelt „Wer stiehlt mir die Show?“ in ein Fest der guten Laune und der ausgleichenden Gerechtigkeit. Und so darf dann auch Nico Santos zum Schluss noch mal ganz groß aufdrehen.
Das gab es noch nieAndrea Petkovic tauscht Promi-Kandidat mit Bandmitglied aus

Für Nico Santos wechselt Sängerin Buket aus der grandiosen Studioband kurzzeitig ans Ratepult. (Bild: Joyn/Screenshot)
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Das geflügelte Wort behauptet ja gelegentlich, dass das ganze Leben ein Quiz sei. Wenn man das anders herum aufzäumt, kann sich in einer Quizsendung - noch dazu so einer genial komischen, immer originellen und stets um neue Überraschungen bemühten wie „Wer stiehlt mir die Show?“ - auch zeigen, was ein Leben ausmacht. Zum Staffelfinale des mittlerweile elften Durchlaufs übernahm Andrea Petkovic als Moderatorin die Show - und machte sie zu einer Feier der puren Lebensfreude. Ihr Motto: „Wir erfüllen alle Träume dieser Welt“, verkündete sie vollmundig gleich zu Beginn. Und einige Träume erfüllte sie sich dann gleich auch mal selbst.
Das fing schon beim glamourösen Intro an: Die frühere Weltklasse-Tennisspielerin, die man lange üblicherweise im Sportdress oder in Trainingskleidung vor dem inneren Auge hatte, schmiss sich in Schale und kostete ihren Auftritt als Rockstar-Diva voll aus - mit schulterfreiem Top, auffälliger Zopffrisur und einer lässigen, blau getönten Sonnenbrille. Mehr noch: Sie ließ sich vom Studiopublikum, das wild tanzte und sie bejubelte, auf einem Podest feiern. Ihr Intro-Song: „Mr. Brigthside“ von der Band The Killers. Lob kam prompt von einem Mitspieler, der es wirklich wissen muss: „Unfassbar - das war so geil“, meinte Nico Santos.
Katrin Bauerfeind schließt sich plötzlich der Studioband an

Andrea Petkovic glänzt als glamouröse Sport-Diva - in einer an legendäre Tennismomente angelehnten Interpretation der ProSieben-Quizshow. (Bild: Joyn / Anna Reuter)
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„Ich habe mich wie ein richtiger Rockstar gefühlt“, sagte Andrea Petkovic und bedankte sich bei der wie immer spielfreudigen Studioband, die sie ins „Orchestra of Broken Dreams“ umbenannte. Es sollte eben um die Träume gehen, die man schon lange hegt - und die plötzlich doch noch Wirklichkeit werden. Welcher Ort wäre für dieses Wunder besser geeignet als ein Fernsehstudio? Und das Orchester spielte dabei eine zentrale Rolle. Später reihte sich dort sogar Katrin Bauerfeind ein, die üblicherweise das Finale moderiert. Als sie erfuhr, dass es um große Träume geht, gestand sie, dass sie von Jugend an davon geträumt habe, einmal Profi-Saxofonspielerin zu werden.
Bei „Wer stiehlt Andrea Petkovic die Show“ war dieser Moment nun endlich gekommen: Katrin Bauerfeind schnappte sich ein Saxofon und reihte sich ins „Orchestra of Broken Dreams“ ein. Die üblichen Spielregel-Erklärungen, die sie für gewöhnlich eigentlich referieren muss, ließ sie diesmal einfach am unteren Bildschirmrand einblenden. Traumerfüllung ist wichtiger!
Andrea Petkovic holt sich doch noch den Wimbledon-Sieg

Kräftemessen auf dem Rasen: Nico Santos muss sich im Spiel „Win-Bledon“ behaupten. (Bild: Joyn / Anna Reuter)
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Für Andrea Petkovic, die in ihrer Karriere sieben Turniere der „Women's Tennis Association“ - aber nie in Wimbledon - gewonnen hatte, kam der Moment der großen Traumverwirklichung mit der Spielrunde „Win-Bledon“. Dafür ging's aus dem eigentlich Studio hinaus in den Außenbereich, wo eine mehr oder weniger detailgenaue Kopie des Center-Courts vom traditionsreichen „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ aufgebaut war. In der Ehrenloge saßen ein britischer König samt Camilla sowie unter anderem die „Vogue“-Chefin Anna Wintour und Harry Styles als geschickt nachempfundene Ehrengäste.
Und auf dem Rasen: Andrea Petkovic, plötzlich wieder in der weißen Tennis-Wettkampfmontur. Immerhin hatte sie gegen „Joko Agassi“, „Nico Nadal“ und „Till Becker“ anzutreten. Die Kandidaten steckten dafür in Kostümierungen, die an legendäre Vorbilder erinnerten. Aus der sympathischen Wildcard-Mitspielerin Hanna hatte Andrea Petkovic die „Joko Agassi“-Gattin „Hanna Graf“ gemacht.

Da staunte selbst der übliche Gastgeber der Show-Reihe: Joko Winterscheidt erlebte mit den vielen Andrea-Petkovic-Fans eine Sendung, die wirklich ihrem Anspruch gerecht wurde, Träume wahr werden zu lassen. (Bild: Joyn / Anna Reuter)
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Wer eine Frage nicht beantworten konnte, erhielt eine zweite Chance - beim meist kläglich gescheiterten Versuch, einen hammerharten Aufschlagball von Andrea zu parieren. Nur Nico Santos schaffte es einmal, den Ball mehr schlecht als recht zurück übers Netz zu bringen.
Der „Win-Bledon“-Sieg ging dann natürlich verdient an: Andrea Petkovic. Sie ließ sich von „King Charles“ die edle Trophäe überreichen, die sie selbst zuvor noch nie in den Händen gehalten hatte. „Vielen Dank an alle, die an mich geglaubt haben“, freute sie sich.
Nico Santos singt und zockt sich bis ins Finale
Keine echte Überraschung, dass neben diesem Höhepunkt der konkrete Ablauf der Finalsendung fast unerheblich war. Mit einer entscheidenden Ausnahme: Nico Santos, der als einziger Promi-Kandidat der elften Staffel keine Sendung übernehmen durfte, erhielt von Andrea Petkovic noch einmal die Gelegenheit, ausgiebig zu glänzen.
Sie buchte den erfolgreichen Popstar einfach für alle Musiknummern. So tauschte sie Nico Santos etwa beim beliebten Spiel „Der Song-Song-Song“ einfach mit Band-Sängerin Buket aus, die für Nico am Ratepult Platz nahm, während dieser bekannte Texte auf andere Melodien sang. Ein Band-Mitglied unter den Quiz-Kandidaten? Das gab es in der langen „Wer stiehlt mir die Show?“-Geschichte auch noch nicht. Nico jedenfalls genoss seinen Auftritt sehr - und das Publikum ebenso.
Doch es ging nicht nur um Gerechtigkeit: Diesmal spielte - und zockte - Nico richtig gut. Er stand schließlich auch im Finale Andrea Petkovic gegenüber. Trotzdem: Es war einfach ihr Abend. Andrea besiegte auch noch Nico - und kührte sich zur letzten Siegerin der Staffel. Ein Petkovic-Gesichtsabdruck ziert nun den berühmten „Walk of Brain“ auf dem Studiogelände in Berlin-Adlershof. Ein Traum! (tsch)
