Nach einer Gerichtsentscheidung in den USA finden Prinz Harry und Herzogin Meghan deutliche Worte gegen große Konzerne.
„Abrechnung“Harry und Meghan greifen Tech-Konzerne scharf an

Prinz Harry und Meghan (Archivbild)
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Ein Gerichtsurteil sorgt für Aufsehen – und nun äußern sich auch Prinz Harry und Herzogin Meghan. Infolge einer wegweisenden Entscheidung eines US-Gerichts attackieren die Sussexes große Technologie-Firmen. Sie senden eine unmissverständliche Nachricht.
In einem bemerkenswerten Verfahren wurden Unternehmen wie Meta (Facebook, Instagram, WhatsApp) und Google (YouTube) von einer Jury für haftbar befunden. Dies meldet die britische Boulevardzeitung „Daily Express“.
Geklagt hatte eine junge Frau, die heute 20 Jahre alt ist. Sie machte geltend, dass ihre psychische Verfassung als Kind durch exzessive Nutzung sozialer Medien schwer geschädigt wurde. Ein Schadenersatz von etwa 6 Millionen Dollar wurde von den Geschworenen nahegelegt. Die beklagten Firmen beabsichtigen jedoch, gegen die Entscheidung vorzugehen.
Herzogin Meghan und Prinz Harry äußern sich
Nun reagieren Harry und Meghan mit klaren Aussagen: Die Entscheidung des Gerichts sei eine „Abrechnung“, die längst hätte stattfinden müssen. Ihrer Meinung nach haben Familien zu lange unter Plattformen gelitten, die keinen angemessenen Schutz für Kinder bieten.
Die Stellungnahme des Paares enthält auch eine emotionale Botschaft: „Wir stehen an der Seite aller Eltern und jungen Menschen, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen“, wird in ihrer Erklärung zitiert. Zudem wird betont, dass der Schutz von Kindern Vorrang vor dem Profit haben müsse.

Meghan und Harry: „Wir stehen an der Seite aller Eltern und jungen Menschen, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen“ (Archivbild)
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Ein Sprecher des Paares hatte das Verfahren bereits im Vorfeld als eine entscheidende Wende eingestuft. Der Kern der Anklage ist der Vorwurf, die Plattformen seien absichtlich so gestaltet, dass sie Nutzer zu einer maximalen Verweildauer animieren. Dies könne negative Auswirkungen auf die psychische Verfassung haben.
Die großen Technologiekonzerne widersprechen diesen Anschuldigungen. Meta führt an, dass psychische Leiden vielschichtig sind und man sie nicht einer einzigen Anwendung anlasten kann. Google stellt seinerseits klar, dass YouTube als eine verantwortungsbewusst konzipierte Streaming-Plattform und nicht als herkömmliches soziales Netzwerk zu sehen ist. (red)

