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„Jetzt schwitzt er“Louvre-Aktion mit Bild von Ex-Prinz Andrew sorgt für Schlagzeilen

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Der damalige Prinz Andrew kommt zur Beerdigung der Herzogin von Kent in der Westminster Cathedral in London.

Der damalige Prinz Andrew kommt zur Beerdigung der Herzogin von Kent in der Westminster Cathedral in London. (Archivbild)

Aktivisten hängen ein brisantes Foto von Ex-Prinz Andrew nach seiner Festnahme im Louvre auf – und sorgen damit international für Aufsehen.

Laut „People“ haben Aktivisten ein Foto von Andrew Mountbatten-Windsor im Pariser Louvre aufgehängt. Das Bild zeigt den früheren Prinzen zusammengesunken auf dem Rücksitz eines SUV nach seiner Entlassung aus dem Polizeigewahrsam.

Louvre-Aktion mit Foto von Ex-Prinz Andrew sorgt für Wirbel

Unter dem gerahmten Foto platzierten sie die Aufschrift „He’s Sweating Now“, also „Jetzt schwitzt er“ – eine Anspielung auf seine umstrittene BBC-„Newsnight“-Aussage von 2019, er könne nicht schwitzen. Die Aktion wurde von der britischen Gruppe People Vs Elon durchgeführt und in einem TikTok-Video dokumentiert. Nach eigenen Angaben wollten die Aktivisten damit ein politisches Zeichen setzen.

Das Foto entstand am 19. Februar, dem Tag seiner Festnahme wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt. Andrew Mountbatten-Windsor wurde am Morgen auf Wood Farm auf dem Sandringham-Anwesen von König Charles III. festgenommen.

Nach rund elf Stunden in Gewahrsam verließ er die Polizeistation im britischen Aylsham in einem Fahrzeug. Die Polizei bestätigte später die Freilassung eines „Mannes in seinen Sechzigern aus Norfolk“, ohne ihn namentlich zu nennen. Er wurde unter weiteren Ermittlungen entlassen.

Reuters-Fotograf äußert sich auf Instagram

Der Fotograf Phil Noble von Reuters schilderte auf Instagram, wie das Bild entstand. Er sei demnach mehrere Polizeistationen angefahren, bevor er einen Hinweis auf die bevorstehende Freilassung erhalten habe. Kurz nach seiner Rückkehr öffneten sich die Garagentore, zwei Fahrzeuge verließen das Gelände – in einem davon saß Andrew. Das Foto sei, so Noble, „mehr Glück als Kalkül“ gewesen.

Die Ermittlungen in Norfolk wurden inzwischen abgeschlossen, Durchsuchungen in Berkshire, wo sich Andrews früherer Wohnsitz Royal Lodge befindet, dauerten laut Polizei an. Die Aktion im Louvre sorgt derweil international für Aufmerksamkeit – nicht zuletzt, weil das Museum als eines der bedeutendsten Kunsthäuser der Welt gilt. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Bilder der Protestaktion binnen kurzer Zeit weltweit. (jag)