Ex-“Germany's Next Topmodel“-Kandidatin Marie Nasemann macht sich als Schauspielerin einen Namen. Unterdessen muss sie sich privat neu zurechtfinden: Bei „DAS! Rote Sofa“ erklärte sie, wie ihr ihre finanzielle Unabhängigkeit die Trennung von ihrem Ex-Partner erleichterte.
Marie Nasemann spricht über Patchwork nach der Trennung„Nicht immer einfach, vor allem für die Kinder“

Marie Nasemann war zu Gast bei „DAS! Rote Sofa“ im NDR. (Bild: NDR)
Copyright: NDR
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Sebastian Tigges nahm Schauspielerin Marie Nasemann ab 2017 den Podcast „Family Feelings“ (ursprünglich: „Drei ist 'ne Party“) auf. Darin sprachen die beiden offen über Beziehungsprobleme und die Herausforderungen des Elternseins. Im Mai 2025 verkündete das Paar die Trennung. Deb Podcast stellten sie Ende desselben Jahres ein.
Während sich Nasemann in ihrem Privatleben neu zurechtfindet, treibt sie ihre Karriere weiter voran. So ist sie aktuell im ARD-Fernsehfilm „Louma“ (Mittwoch, 25. März, um 20.15 Uhr) zu sehen. Die Drittplatzierte der vierten Staffel von Heidi Klums „Germany's Next Topmodel“ hat die Modewelt schon seit einiger Zeit größtenteils hinter sich gelassen und fokussiert sich auf die Schauspielerei.
Ein Grund dafür sei der ständige Druck gewesen, der auf ihr und ihrem Körper gelastet habe, bestimmten Vorstellungen zu entsprechen, erklärte Nasemann am Dienstagabend in der NDR-Show „DAS! Rote Sofa“: „Das war auch das, was ich irgendwann nicht mehr wollte: dieses Ausmessenlassen, mich wiegen müssen.“ Solche Ideale seien damals wie heute „sehr krank“, machte die 37-Jährige klar. „Da hatte ich keinen Bock mehr drauf.“
Marie Nasemann über ihre Trennung: „Ich wusste: Ich kann jetzt einfach ausziehen“

Schauspielerin Marie Nasemann wünscht sich, dass mehr Frauen finanziell unabhängig werden. (Bild: 2023 Getty Images/Gerald Matzka)
Copyright: 2023 Getty Images/Gerald Matzka
Auch über die Trennung von ihrem Ex-Partner und die Zeit danach sprach die gebürtige Gautingerin. Ihre finanzielle Unabhängigkeit habe ihr diese Zeit erleichtert. „Ich wusste: Ich kann jetzt einfach ausziehen. Ich kann mir jetzt einfach eine Wohnung suchen und mein neues Leben beginnen und meine Wohnung einrichten und muss nicht jeden Cent umdrehen.“
Nasemann ist sich bewusst, dass sie in einer privilegierten Position ist. Viele Frauen in Deutschland könnten nicht so leicht gehen, weil sie „in einer finanziellen Abhängigkeit“ seien. Auch aus diesem Grund findet es die 37-Jährige wichtig, „sich schon vor der Trennung für den Fall einer Trennung vorzubereiten“. Viele Frauen, glaubt die Schauspielerin, würden glauben, „Ehe ist für immer“. Doch sie mahnt: „Es kann sich halt auch sehr schnell ändern, und das hat man nicht unbedingt selbst in der Hand.“
„Die Freundinnen sind eigentlich die wahre Liebe des Lebens“
„Ich konnte mich, glaube ich, sehr gut neu sortieren“, berichtet Nasemann im Gespräch mit Moderatorin Inka Schneider über die Zeit nach der Trennung. „Auch teilweise mit therapeutischer Hilfe, aber auch einfach mit einem tollen Netz an Freundinnen, die mich extrem aufgefangen haben letztes Jahr und wahnsinnig für mich da waren.“ Die Freundinnen füllten eine Lücke und hätten sich „wirklich viel“ von ihr anhören müssen, lachte die Schauspielerin. Man merke: „Die Freundinnen sind eigentlich die wahre Liebe des Lebens“, findet sie.
Inzwischen hat sich Nasemann gemeinsam mit ihrem Ex-Partner im neuen Patchwork-Leben „ganz gut arrangiert und eingefunden“, erzählte sie: „Die Kinder sind immer eine Woche bei ihm, eine Woche bei mir.“ Es sei nicht immer einfach, „vor allem für die Kinder“, gab die 37-Jährige zu. Doch sie sieht auch die Vorteile: „Man kann zwischendurch auch mal frei haben“, lachte sie. (tsch)
