Am 12. Prozesstag belastet Ex-Freundin Nora Haukland den Angeklagten Marius Borg Høiby mit schweren Vorwürfen.
Prozess gegen Mette-Marit-Sohn„Wahnsinnige Angst vor Marius“ – Ex-Freundin schildert Gewalt und Kontrolle

Marius Borg Høiby bei einem royalen Termin im Juni 2022. (Archivbild)
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Laut „Stern“ hat am 20. Februar im Prozess gegen Marius Borg Høiby die öffentlich bekannte Ex-Freundin Nora Haukland ausgesagt. Der 29-Jährige muss sich in insgesamt 38 Punkten verantworten, darunter Misshandlung, Bedrohung und vier Fälle von Vergewaltigung. Zu Beginn des Verhandlungstags verlas die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe gegen ihn.
Demnach soll es bereits früh in der Beziehung zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen sein. Haukland habe angeschrien und mit sich gezerrt worden sein, in einem weiteren Fall soll er sie gewürgt und geschlagen haben. Die Verteidigung bestreitet die Vorwürfe.
Nora Haukland: Ex-Freundin beschreibt toxische Beziehung

Marius Borg Høiby und sein Stiefvater Kronprinz Haakon. (Archivbild)
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Vor Gericht schilderte Nora Haukland die Beziehung als zunehmend belastend. Sie habe Marius als labil, gestresst und alkoholisiert erlebt. Ein Wendepunkt sei ein im Internet kursierendes Foto gewesen, das sie mit einer Tüte Kokain gezeigt haben soll. Daraufhin habe der Stiefsohn von Kronprinz Haakon ihr vorgeworfen, sein Leben ruiniert zu haben. Die Beziehung sei immer toxischer geworden, sagte Haukland. Sie sei schließlich aus dem gemeinsamen Haus bei Skaugum ausgezogen – auch, weil sie „wahnsinnige Angst“ vor ihm gehabt habe.
„Du weißt nicht, ob er dich umbringt“ – Aussagen zu Gewalt und Bedrohung
Haukland zeichnete vor Gericht ein Bild wiederkehrender Eskalationen. Es habe viele Situationen gegeben, in denen er sie angeschrien und Gegenstände zerstört habe. Teilweise habe er sie am Hals gepackt, gewürgt oder gegen ein Garagentor gedrückt. In einem Moment habe sie befürchtet, ohnmächtig zu werden.

Marius Borg Høiby darf im Gericht nicht fotografiert oder gefilmt werden.
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„Du weißt nicht, ob er dich umbringt“, sagte sie im Zeugenstand. Gleichzeitig beschrieb sie, dass der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit nach Ausrastern oft zusammengebrochen sei und weinend am Boden gesessen habe. Zudem habe er sie beleidigt und massiv kontrolliert, etwa indem er ihre Nachrichten mitlas.
Sohn von Mette-Marit: Diskussion über Sex-Absprachen und Kontrolle im Alltag
Zum Ende des Verhandlungstags ging es erneut um sogenannte Sex-Absprachen. Haukland sagte, Marius habe sie gefragt, ob er sie im Schlaf berühren oder mit Sex wecken dürfe. Für sie sei das damals in Ordnung gewesen.
Zugleich berichtete sie von zunehmender Isolation während des Zusammenlebens. Es sei schwieriger geworden, Freunde zu treffen, da Marius ihre Kommunikation überwacht habe. Der Prozess wird fortgesetzt, weitere Zeugen sind angekündigt.

