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Mette-Marits SohnMarius Borg Høiby bestreitet Hauptvorwürfe – aber das gesteht er

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Kronprinz Haakon mit seinem Stiefsohn Marius Borg Høiby.

Kronprinz Haakon mit seinem Stiefsohn Marius Borg Høiby. (Archivbild)

Vor Gericht weist der Sohn von Mette-Marit und Haakon die schweren Vorwürfe zurück. Geständnisse legt er nur bei Nebenpunkten ab.

Marius Borg Høiby hat am Dienstagmorgen (3. Februar 2026) vor Gericht zu allen 38 Anklagepunkten Stellung genommen. Die schwersten Vorwürfe, darunter Vergewaltigung mit und ohne Geschlechtsverkehr sowie Missbrauch in engen Beziehungen, wies er laut der „Bild“-Zeitung zurück. Teilweise räumte er Schuld ein, unter anderem bei schwerer Körperverletzung, rücksichtslosem Verhalten und Verstößen gegen eine einstweilige Verfügung.

Marius Borg Høiby vor Gericht: So äußert er sich zu den Vorwürfen

In einem Fall von sexuell übergriffigem Verhalten erklärte er sich schuldig, in weiteren fünf Fällen nicht. Bei einzelnen Anklagepunkten, darunter Körperverletzung und zwei Schadensfälle, waren seine Antworten laut Gericht „nicht verständlich“. Details dazu wurden bislang nicht bekannt gegeben. Zudem gestand Borg Høiby Verkehrsdelikte, darunter Geschwindigkeitsüberschreitungen und Fahren ohne Fahrerlaubnis, sowie ein schweres Drogenvergehen.

Die Staatsanwaltschaft betonte vorab die Gleichheit vor dem Gesetz, unabhängig von der Herkunft des Angeklagten. Während der Verlesung der Anklage wirkte der Stiefsohn von Kronprinz Haakon den Berichten zufolge zeitweise erschüttert und sprach sehr leise. Fotografieren im Gerichtssaal ist untersagt. Das Boulevardblatt „Se og Hør“ veröffentlichte lediglich Zeichnungen aus dem Gerichtssaal. Der Prozess wird fortgesetzt und soll sich über rund sieben Wochen erstrecken. Voraussichtliches Ende ist der 19. März.

Sohn von Mette-Marit und Haakon am Vortag festgenommen

Der 29-jährige Marius Borg Høiby, Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, war am Vortag erneut festgenommen worden. Seine Anwältin bestätigte die Ingewahrsamnahme gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB.

Anlass waren neue Ermittlungen wegen mutmaßlicher Körperverletzung, einer Bedrohung mit einem Messer sowie eines Verstoßes gegen ein bestehendes Kontaktverbot. Die Staatsanwaltschaft begründete ihren Antrag auf Untersuchungshaft mit Wiederholungsgefahr.

Marius Borg Høiby: Vier Wochen Untersuchungshaft angeordnet

Marius Borg Høiby und Prinz Haakon klatschen.

Marius Borg Høiby und sein Stiefvater Prinz Haakon klatschen. (Archivbild)

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, ordnete das Amtsgericht in Oslo am Montagnachmittag vier Wochen Untersuchungshaft für Borg Høiby an. Es bestand demnach der Verdacht, dass Høiby in den vergangenen Wochen trotz eines bestehenden Kontaktverbots erneut Kontakt zu einem mutmaßlichen Opfer aufgenommen habe. Dabei soll es sich um eine ehemalige Partnerin handeln, deren Wohnung Høiby im Sommer 2024 verwüstet haben soll.

Die Frau ist im aktuellen Verfahren als Zeugin geladen. Am Sonntagabend soll es zu einer Eskalation gekommen sein, bei der es zu einer Bedrohung mit einem Messer sowie zu körperlicher Gewalt gekommen sei. Vor diesem Hintergrund hätten die Behörden eine erneute Gefährdung befürchtet. (jag)