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Nach Buckelwal „Timmy“Weißer Belugawal taucht plötzlich in der Ostsee auf

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Ein weißer Belugawal schaut aus dem Wasser.

Ein weißer Belugawal wurde in der Ostsee gesichtet. (Symbolbild)

In der Flensburger Förde erregt ein seltener weißer Belugawal Aufsehen. Experten haben bereits eine erste Prognose für ihn abgegeben.

Ein ungewöhnlicher Gast weckt im Meeresarm bei Flensburg erhebliche Neugier. Im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark wurde ein schneeweißer Beluga im Wasser entdeckt. Das berichtet die Online-Zeitung „Der Nordschleswiger“. Die jüngste Beobachtung des Tieres fand bei Ekensund statt, nachdem es sich vorher im Bereich der Insel Alsen aufgehalten hatte. Bereits vor rund einem Monat wurde der Wal gefilmt, während er sich bei Årøsund aufhielt.

Weißwal in der Flensburger Förde: Wal-Experte spricht von „besonderem Naturphänomen“

Carl Kinze, ein dänischer Experte für Wale, vermutet, dass die unterschiedlichen Beobachtungen auf ein und dasselbe Individuum zurückgehen. Gegenüber „TV Syd“ erläuterte er, dieses Verhalten sei nicht untypisch, weil Belugas küstennahe Zonen bevorzugen würden. Kinze zeigt sich optimistisch, dass der Meeressäuger selbstständig den Weg in weitere Meeresbereiche zurücklegen wird. 

Belugawal im Meer.

In der Flensburger Förde soll sich ein weißer Belugawal aufhalten. (Symbolbild)

Zwar ist die Beobachtung eines einzelnen Belugas in den schmalen Wasserstraßen der Förde ein besonderes Naturphänomen, jedoch ist dies kein erstmaliger Vorfall. Kinze zufolge gab es in der Gegend schon Sichtungen der Spezies in den Jahren 1903, 1964 sowie zuletzt 2012. Außerdem erschien in den 1980er-Jahren ein Tier im Kleinen Belt. Jedoch könnten Fischernetze eine erhebliche Bedrohung für das Tier bedeuten.

Lebt normalerweise vor Grönland

Der auch Weißwal genannte Meeressäuger in einer Nahaufnahme.

Der auch Weißwal genannte Meeressäuger lebt eigentlich eher in Richtung Grönland. (Symbolbild)

Normalerweise leben diese Tiere, die man auch Weißwale nennt, in arktischen und subarktischen Zonen, beispielsweise in den Meeren vor Grönland und um Spitzbergen. Die Spezies zählt zur Familie der Gründelwale, erreicht eine Körperlänge von bis zu sechs Metern und kann mehr als eine Tonne auf die Waage bringen. Man betrachtet Belugas als gesellige Lebewesen, welche häufig in Verbänden existieren.

Ihren Spitznamen „Kanarienvögel des Meeres“ verdanken sie ihren abwechslungsreichen Vokalisationen, die Pfeif-, Zirp- und Klickgeräusche umfassen. Ihr Speiseplan setzt sich vorwiegend aus Fischsorten wie Hering oder Lachs zusammen, ergänzt durch Tintenfische sowie Krebstiere. Auf Beutesuche sind sie in der Lage, in Wassertiefen von beinahe 1.000 Metern hinabzugleiten.