Ein bewaffneter Konflikt im Iran könnte laut dem ukrainischen Staatsoberhaupt die amerikanische Unterstützung für sein Land reduzieren und gleichzeitig Russland in die Hände spielen.
Konflikt im IranSelenskyj äußert Besorgnis über nachlassende US-Hilfe für Kiew

Der ukrainische Präsident Selenskyj fürchtet die Folgen des Iran-Kriegs für sein Land.
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Das Staatsoberhaupt der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, hat seine Besorgnis hinsichtlich der Auswirkungen bekundet, die ein potenzieller Krieg im Iran auf die Verteidigungsfähigkeit seines Landes haben könnte. Eine befürchtete Folge sei eine Neuausrichtung der US-amerikanischen Aufmerksamkeit weg von der Ukraine, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mit Verweis auf ein Gespräch mit der BBC meldet.
„Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, was die Auswirkungen dieses Krieges auf die Lage in der Ukraine angeht und was den Fokus der USA betrifft – der liegt leider mehr auf dem Nahen Osten als auf der Ukraine“, äußerte Selenskyj in dem Interview, das am Sonntag gesendet wurde. Aus diesem Anlass würden diplomatische Zusammenkünfte fortwährend aufgeschoben, ergänzte er.
Kremlchef Putin als möglicher Profiteur des Nahost-Konflikts
Ein langwieriger Krieg im Iran wäre für Wladimir Putin, den Präsidenten Russlands, „ein Plus“, führte Selenskyj aus. Eine derartige Auseinandersetzung würde nicht allein die Energiepreise in die Höhe treiben, sondern ebenso zu einem Ressourcenverschleiß führen. Diese Mittel würden infolgedessen für die Ukraine nicht mehr bereitstehen.
„Für Putin ist es von Vorteil, dass die Ressourcen nicht an die Ukraine gehen“, zitierte die BBC Selenskyj. „Er muss uns schwächen, und das ist ein langer Prozess. Der Nahe Osten ist einer der Wege, das zu erreichen.“ Als konkrete Folge würde dies unweigerlich zu einer Knappheit bei Patriot-Raketensystemen führen, auf die die Ukraine im Bedarfsfall angewiesen sein könnte. (red)
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