Eine Analyse von Verbraucherschützern ergibt: Manche Fertiggerichte decken bereits 50 Prozent der empfohlenen Salzmenge.
Studie zu InstantnudelnHoher Salzanteil birgt gesundheitliche Risiken

Instantnudeln als schnelle Mahlzeit: Viele Produkte enthalten jedoch so viel Salz, dass schon eine Portion die Hälfte der Tageshöchstmenge ausmacht.
Copyright: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Eine aktuelle Studie belegt: Zahlreiche Fertignudelgerichte weisen einen sehr hohen Salzanteil auf, was das Bluthochdruckrisiko steigern kann.
Wenn die Zeit knapp ist oder der Kühlschrank nichts hergibt, greifen zahlreiche Menschen zu Instantnudeln als schnelle Mahlzeit. Allerdings kann dieses schnell mit kochendem Wasser zubereitete Gericht eine beträchtliche Salzmenge aufweisen. Eine Untersuchung von 24 solcher Artikel durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz führte zu einem deutlichen Befund: Schon eine einzige Portion deckt bei der Hälfte der geprüften Nudelgerichte 50 Prozent des täglich empfohlenen Maximums an Salz.
Tageslimit für Salz wird oft überschritten
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte die tägliche Salzzufuhr einen Grenzwert von sechs Gramm nicht übersteigen. Zahlreiche Personen konsumieren allerdings erheblich mehr, wie die dpa berichtet. So liegt die tägliche Aufnahme bei ungefähr 70 Prozent der weiblichen und circa 80 Prozent der männlichen Bevölkerung über den empfohlenen sechs Gramm.
Eine zu hohe Aufnahme von Salz kann Konsequenzen für die Gesundheit nach sich ziehen. Dadurch steigt die Gefahr für Bluthochdruck, der zu den zentralen Auslösern für ernsthafte kardiovaskuläre Leiden wie Herzinsuffizienz oder einen Schlaganfall zählt.
Nährwertangaben korrekt interpretieren
Jedoch erweist sich nicht jedes Fertignudelgericht als übermäßig salzhaltig. Die Analyse der Verbraucherschützer offenbart beträchtliche Abweichungen, welche ebenfalls von den jeweiligen Portionsgrößen beeinflusst werden. Zwei der geprüften Artikel enthielten mit über fünf Gramm Salz pro Mahlzeit einen besonders hohen Wert, wohingegen vier andere Erzeugnisse mit unter einem Gramm auskamen.
Aus diesem Grund empfehlen die Konsumentenschützer einen sorgfältigen Vergleich der Nährwertangaben auf den Verpackungen. Zur besseren Orientierung dienen zwei einfache Grundsätze: Ein Wert von mehr als 1,5 Gramm Salz je 100 Gramm wird als hoch eingestuft. Darüber hinaus ist eine kürzere Liste an Inhaltsstoffen wie Aromen und Additiven prinzipiell vorzuziehen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
