Partie zwischen Eintracht Verlautenheide und dem TuS Zülpich beim Stand von 4:0 für die Römerstädter abgebrochen. TuS-Trainer David Sasse findet deutliche Worte.
SkandalspielPartie des TuS Zülpich in Verlautenheide abgebrochen – Team geht vom Platz

Tolles Spiel, unwürdiges Ende: Zülpichs Trainer David Sasse fand nach dem Duell mit Verlautenheide deutliche Worte.
Copyright: Tom Steinicke
Landesliga: Eintracht Verlautenheide – TuS Zülpich Abbruch (0:2/0:4). Zülpichs Trainer David Sasse fand für das, was sich in Verlautenheide abgespielt hatte, deutliche Worte. „Das war einfach nur peinlich. Das war einfach nur beschämend und absolut nicht landesligawürdig“, sagte der Übungsleiter nach dem Spielabbruch in der 60. Minute.
Was war geschehen? Tim Birkenheuer hatte in der 55. Minute gerade das 3:0 für den TuS Zülpich erzielt, dann brannten bei den Gastgebern die Sicherungen durch. Zunächst sah Andre Baumann nach einer Notbremse an Marvin Iskra, der laut seinem Coach auch eine offene Wunde an der Achillessehne davontrug, die Rote Karte, dann sah Eintracht-Kapitän Andre Hemforth die Gelb-Rote Karte.
Nach einer Notbremse eskaliert die Siatuation
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Eintracht-Coach ebenfalls schon Gelb-Rot gesehen. Nach der Rudelbildung infolge der Notbremse und den anschließenden Szenen rannte der Eintracht-Vorstand samt Übungsleiter auf den Platz. „Sie haben die Mannschaft aufgefordert, vom Platz zu gehen und die Spielfortsetzung zu verweigern“, berichtete Zülpichs Trainer Sasse: „So ein unsportliches Verhalten habe ich noch nie erlebt. Bei allen Fehlentscheidungen, über die man vielleicht diskutieren kann, darf man als Vereinsoffizieller nicht die Mannschaft auffordern, vom Feld zu gehen.“
Doch die Mannschaft der Gastgeber ging vom Platz – um dann doch noch einmal zurückzukommen. Nach einigen Diskussionen wurde die Partie von Schiedsrichter Maurizio Häfele noch einmal angepfiffen. Doch dann folgte laut Sasse das nächste Kapitel des fragwürdigen Verhaltens der Gastgeber. Nachdem Constantin Pennartz das 4:0 erzielt hatte, verletzte sich zunächst ein Spieler der Platzherren.
Spieler verletzen sich ohne Gegnereinwirkung, Schiri muss Partie abbrechen
Nachdem sich ein weiterer Akteur ohne Einwirkung des Gegners verletzt hatte und nicht weiterspielen konnte, blieb dem Unparteiischen nichts anderes übrig, als die Partie abzubrechen. Der Grund: zu wenige Spieler auf dem Platz aufseiten von Eintracht Verlautenheide.
„Das ist schon fast ein bisschen Wettbewerbsverzerrung. Wir hätten noch 30 Minuten in doppelter Überzahl gespielt, meine Jungs sind gut drauf. Da hätten wir schon noch etwas fürs Torverhältnis tun können“, so Übungsleiter Sasse, der sich über die Leistung seiner Mannschaft trotz der Ereignisse freute. Sie habe wieder tollen Fußball gespielt.
„Und wir stehen auf Platz zwei, wenn man die Punkte von heute mitrechnet. Das ist einfach Wahnsinn“, sagte der Übungsleiter. Er räumte aber auch ein, dass es in einer Szene im ersten Durchgang hätte Elfmeter gegen sein Team geben können. Aber auch das sei kein Grund für das Verhalten der Eintracht-Offiziellen gewesen.
Am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) kommt es zum Duell mit dem SC Fliesteden. Dort steht Helge Hohl an der Seitenlinie.

