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Kreispokal-ViertelfinaleMechernich gegen offensive harmlose Roitzheimer weiter

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Ein Mechernicher Spieler nimmt den Ball mit der Brust an.

Ballannahme mit der Brust: Mechernichs Fabrice Stallzus (l.).

Der A-Kreisligist TuS Mechernich stach gegen das Kreisliga-B-Team des SC Roitzheim im Stotzheimer Flutlicht immer im richtigen Moment zu.

SC Roitzheim – TuS Mechernich 0:4 (0:2). Die TuS Mechernich steht im Pokalhalbfinale. Der A-Ligist setzte sich vor 130 Zuschauern beim B-Ligisten SC Roitzheim recht deutlich durch und buchte damit auch das Ticket für den FVM-Pokal der kommenden Saison. Dort waren die Mechernicher zuletzt in der Spielzeit 2019/20 vertreten. Der SC Roitzheim verpasste den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, weil er vor allem in der Offensive recht blass blieb.

Im nasskalten Stotzheim waren es die Gäste, die sofort den Ton angaben und sehr präsent auftraten. Die beiden Außenspieler Oliver Kröll auf Links und Dominik Linden auf Rechts wirbelten kräftig los, und so dauerte es gerade einmal 13 Minuten, bis der erste Ball, der auf das Tor kam, für die Gästeführung sorgte. Tom Lengersdorf legte die Kugel quer in die Mitte, und Jens Honnef traf per Direktschuss zum 1:0 aus acht Metern.

Als der Ausgleich in der Luft lag, erhöhte die TuS zum 2:0

Roitzheim agierte die ersten 20 Minuten sehr verhalten, legte dann aber die Scheu ab, wurde mutiger und nahm aktiv am Spiel teil. Zwei Abschlüsse verfehlten das Tor. Aber als gerade das Gefühl aufkam, dass der Ausgleich in der Luft lag, fiel der zweite Mechernicher Treffer. Die TuS blieb nach einer eigenen Ecke, die bereits geklärt war, im Pressing und bekam die zweite Chance. Jonas Hohn nahm sich aus knapp 25 Metern das Leder und schoss es sehenswert in den linken Torwinkel. „Der Treffer fällt genau zum richtigen Zeitpunkt, weil mir die Phase ab der 20. Minute zu dürftig war“, sagte Mechernichs Trainer Mirco Mertens.

Schiedsrichter Niklas Granrath steckt sich die Gelbe Karte in die Brusttasche.

Leitete die Partie mit Feingefühl: Niklas Granrath.

Linden vergab danach noch zweimal, ehe Roitzheims Lukas Rieve im Sechszehner fiel. „Ich denke, da kann man auch einen Elfmeter geben, denn für mich war das ein Sprung in den Rücken von Lukas“, sagte Trainer Marcel Krings. Der Pfiff vom guten Schiedsrichter Niklas Granrath blieb aber aus, und Mechernich nahm das 2:0 mit in die Kabine.

Roitzheim war nach der Pause ebenbürtig, Tore machte Mechernich

Nach der Pause war die Partie weitestgehend ausgeglichen. Roitzheim tat etwas mehr für das Spiel. Mechernich verwaltete, setzte auf Konter und traf erneut. Linden behauptete sich und steckte zu Hohn durch. Dieser blieb vor Christoph Steeg cool und traf zum 3:0 (61.). „Dieser Treffer hat unsere Moral gebrochen“, fand Krings.

Dennoch blieb seine Mannschaft aktiv. Der eingewechselte Robert-Valentin Ciupea Mihaila hatte per abgefälschtem Schuss Roitzheims beste Möglichkeit auf dem Fuß, doch Mechernichs Torhüter Max Mies reagierte stark per Fußabwehr (76.). Das 4:0 markierte erneut Honnef, der erneut von der starken Vorarbeit von Lengersdorf profitierte. Honnefs Strahl aus gut 20 Metern ließ Steeg keine Abwehrchance (78.).

Mechernich hofft nun auf die Revanche gegen Bessenich

Mechernich ließ danach noch drei Möglichkeiten aus, was aber egal war. „Wir standen 90 Minuten lang defensiv gut und hatten Roitzheims Außenspieler Dominik Brausch und Dominik Rang völlig im Griff, sodass wir verdient ins Halbfinale eingezogen sind“, lautete das Resümee von Mertens, der von einer sehr guten Teamleistung sprach.

Krings sah dies ähnlich. „Mechernich hat wenige Fehler gemacht und zieht verdient in das Halbfinale ein“, so der SCR-Coach, der dennoch nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs war. „Wir hätten gerne die Chance auf das einmalige Erlebnis ‚Mittelrheinpokal‘ genutzt, aber dafür war Mechernich heute über die 90 Minuten gesehen zu reif und clever für uns“, so Krings, der die letzte Konsequenz in der Offensive vermisste.

Im Halbfinale muss Mechernich gegen Bezirksligist Bessenich ran. Das Spiel wird voraussichtlich am 13. Mai stattfinden. Dann haben die Mechernicher die Chance, Revanche für das Viertelfinalaus vor einem Jahr zu nehmen. Damals gewann Bessenich nach Verlängerung mit 1:0.