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Zwölf Spiele, zwölf SiegeSG Marmagen-Nettersheim steigt in die Volleyball-Landesliga auf

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Die Spielerinnen jubeln mit geballten Fäusten.

Ausgelassen feierten die Volleyballerinnen der SG Sporfreunde 69 Marmagen-Nettersheim die Rückkehr in die Landesliga.

Im Spitzenspiel gegen die Rhein-Sieg Ladies setzte sich die SG Sportfreunde Marmagen-Nettersheim mit 3:0 durch.

SG Sportfreunde 69 Marmagen-Nettersheim – Rhein-Sieg Ladies 3:0 (25:19, 25:20, 25:21). Die Sportfreunde 69 sind zurück in der Landesliga. Mit einem glatten, aber umkämpften und keineswegs einfachen 3:0 gegen den Tabellenzweiten gelang Marmagen-Nettersheim der zwölfte Sieg in Folge. Damit sind die Sportfreunde zwei Spieltage vor dem Saisonende nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen und kehren nur ein Jahr nach dem Abstieg in die Landesliga zurück.

Zwölf Spiele – zwölf Siege. So lautet die Bilanz eines Meisters. Im vorentscheidenden Duell gegen den direkten Verfolger wurde den rund 40 Zuschauern in Urft ein hochklassiges, spannendes und abwechslungsreiches Volleyballspiel auf hohem Niveau geboten. Dazu trugen auch die Gäste bei, die ähnlich wie bei der 2:3-Hinspielniederlage alles in die Waagschale warfen.

Im ersten Satz haben wir uns schnell die nötige Motivation und das Selbstvertrauen geholt.
Sandy Falkenstein, Trainerin

„Im ersten Satz haben wir uns schnell die nötige Motivation und das Selbstvertrauen geholt, das man in so einem Spiel benötigt“, sagte Sportfreunde-Trainerin Sandy Falkenstein stolz. Ihre Mannschaft hatte losgelegt wie die Feuerwehr und startete mit einer komfortablen 7:1-Führung.

Mehrere Spielerinnen reißen jubelnd die Arme in die Höhe.

Jubel über einen weiteren Punktgewinn im Spitzenspiel – in der Mitte Sportfreunde-Kapitänin Nadine Poensgen (Nr. 3)

Die Gäste hielten allerdings dagegen und den ersten Satz bis in die Schlussphase offen. Mit 25:19 ging er schließlich an die Einheimischen. Das sorgte für Sicherheit. Lange und umkämpfte Ballwechsel zeugten davon, dass sich die beiden besten Mannschaften der Staffel gegenüberstanden.

Wenn es nötig war, punktete Marmagen-Nettersheim

Im zweiten Satz lag Marmagen-Nettersheim stets vorn, allerdings nur knapp. Sandy Falkenstein hatte sich selbst ins Aufgebot genommen und zwischendurch schon zweimal die Jacke ausgezogen – beide Male aber auch schnell wieder an. „Das Vertrauen in meine Spielerinnen hat sich ausgezahlt, weil sie immer dann gepunktet haben, wenn es nötig war“, fasste sie den zweiten Satz zusammen, den ihr Team mit 25:20 gewonnen hatte. Allerdings sah die Trainerin Mängel in den Angriffen über die Mitte.

Mit dem Rücken zur Wand spielten die Ladies befreit auf. Die SG 69 ließ sich aber nicht beeindrucken und steigerte sich nochmals. „Die ersten zwei Sätze waren kräftezehrend, aber meine Mannschaft hat die Ansprachen in den Spielunterbrechungen super aufgenommen und danach alles richtig umgesetzt“, so Falkenstein, die nur einen Wechsel vornahm und ihrer Startformation mit den sich stets abwechselnden Liberas Celina Diefenbach und Britta Maus bis zum Schluss vertraute.

Der zweite Matchball war es dann, der die Rückkehr in die Landesliga ebnete, einen Freudentaumel auslöste und zu Freudentränen bei der Trainerin führte. „Was jetzt heute noch passiert, weiß ich nicht, ich plane so etwas nicht“, sagte sie. Falkenstein will jetzt auch noch die letzten beiden Spiele gewinnen: „Wir möchten die Kür vollenden, dann werden wir uns gut auf die Landesliga vorbereiten.“ Ihre Mannschaft sei nach dem Abstieg gereift und freue sich auf die neue Liga.

Sportfreunde 69: Ehlen, Fuchs, Poensgen, Decker, Mai, Brill, Falkenstein, Diefenbach, Niamke, Maus, Hermes, Theissen.