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Sportlerwahl 2025Dank großer Moral schaffte es der SSV Golbach in die Kreisliga A

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Die Spieler des SSV Golbach feiern den Aufstieg in die Kreisliga A und tragen Aufstiegstrikots.

Der Aufstieg ist geschafft: Der SSV Golbach ist zurück in der Kreisliga A – und das denkbar knapp.

Der SSV Golbach steigt wegen des gewonnenen direkten Vergleichs mit Dollendorf-Ripsdorf auf. Besonders das Waldstadion scheint uneinnehmbar.

„Wir hatten selbst nicht mit dem Aufstieg gerechnet“, gibt Michael Müller vom Trainerteam des SSV Golbach unumwunden zu. Doch am Ende der Saison 2024/25 wurde das Unerwartete Realität: Nicht der große Favorit FC Dollendorf-Ripsdorf, sondern der vermeintliche Underdog schaffte den Sprung in die Beletage des Kreises Euskirchen.

Zu verdanken hatte man dieses Kunststück vor allem dem Dreier im direkten Vergleich am viertletzten Spieltag. Do-Ri war als Tabellenführer in die Partie gegangen, nach 90 Minuten aber stand der SSV dank eines 4:0, an dem Jan Malsbenden mit zwei Treffern großen Anteil hatte, vorne und ließ sich die Spitzenposition bis zum Schluss nicht mehr entreißen. „Nach dem Erfolg im Spitzenspiel hatten wir genügend Selbstvertrauen und danach lief es fast wie von selbst“, erinnert sich Müller an die Endphase der Meisterschaft, die insgesamt nicht immer reibungslos verlaufen war.

Die Blau-Gelben kämpften sich immer wieder ins Titelrennen zurück

Gleich mehrfach sah es so aus, als würde den Golbachern in der Rückrunde die Puste ausgehen. Doch stets wenn der neutrale Beobachter dachte, ein Duell wäre schon verloren, kämpften sich die Blau-Gelben durch eine famose Moral wieder ins Titelrennen zurück. Eine Woche vor dem Gipfeltreffen beispielsweise hatte man gegen Nöthen-Pesch-Harzheim 0:2 hinten gelegen, ehe Jan Hofmann in der Nachspielzeit noch der Ausgleich gelang. Einen Zwei-Tore-Rückstand holte man Ende April auch beim 4:4 gegen Dreiborn auf, wobei Goalgetter Max Hofmann (vier Tore in diesem Spiel und insgesamt 40 Treffer) seinem Team fast im Alleingang aus der Patsche half.

Ihre größte Aufholjagd vollbrachte die Mannschaft allerdings beim 5:5 vor eigenem Publikum gegen Keldenich-Scheven, als es 25 Minuten vor dem Abpfiff noch schier aussichtslos 1:5 gestanden hatte. „Wir waren gerade zu Hause schwer zu schlagen, weil wir immer an uns geglaubt haben“, nennt Müller den Hauptgrund für das Happy End.

Ebenfalls eine wichtige Rolle spielte die zentrale Achse, die Torwart Vitalii Yuianets, Abwehrchef Jan Hofmann, Kapitän Kai Müller und Jans Bruder Max in der Sturmspitze bildeten. In der neuen Klasse lief es anfangs jedoch weniger gut: Aus dem Waldstadion, im Aufstiegsjahr noch eine uneinnehmbare Festung, nahmen die Gäste nun wesentlich häufiger etwas Zählbares mit auf die Heimreise. Doch die Verantwortlichen sind nach wie vor fest vom Klassenerhalt überzeugt.