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Sportlerwahl 2025Simon Schöller vom TV Palmersheim gewann olympisches Silber

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Simon Schöller setzt gegen Birkesdorf zum Wurf an.

Auf Punktejagd für Palmersheim: Simon Schöller.

Der Rechtsaußen des TV Palmersheim war mit der deutschen Gehörlosen-Nationmannschaft bei den Deaflympics in Tokio erfolgreich.

Wie kommt man eigentlich am schnellsten an Silber? Ganz einfach: mit viel Fleiß, gesundem Ehrgeiz und unbändigem Willen. Das Silber, das seit November 2025 in Palmersheim blinkt, ist schon etwas ganz Besonderes. Das Edelmetall in Form einer Medaille ist olympisch. Gewonnen hat es Simon Schöller mit der deutschen Handballnationalmannschaft bei den Deaflympics, der Gehörlosen-Olympiade, in Tokio.

Es ist bereits die zweite Silbermedaille des Oberligahandballers, der beim TV Palmersheim spielt, denn bereits 2023 wurde er Vize-Weltmeister. Damals hatte Simon Schöller aber nicht nur die Medaille im Gepäck, sondern leider auch einen Kreuzbandriss. Ein Schock für den heute 27-Jährigen, denn dadurch fiel er fast ein Jahr lang aus.

Für Simon Schöller war der Japan-Trip eine sagenhafte Reise

Schöller ist aber ein Kämpfer. Einer, der nicht aufgibt. Einer, der sich nicht nur in den Vereinssport zurückkämpfte, sondern auch die Teilnahme zur Olympiade weiterhin vor Augen hatte. „Da wollte ich hin, und ich habe alles dafür getan“, sagt der Palmersheimer Rechtsaußen.

Über Sichtungstrainings und Auswahlspiele empfahl sich der gelernte Hörakustikmeister für das Turnier im fernen Osten und erlebte dort eine sagenhafte Reise. Ausgestattet in Nationalmannschaftskleidung ging die Reise los. Auf ihn und seine Mitstreiter wartete ein neues Land, eine neue Kultur. Schöller spricht von „Menschen über Menschen“, „monumentalen Bauten“ aber auch von „absolut traumhaften und perfekt durchorganisierten Spielen“.

Durchschnittsspielzeit von 40 Minuten und 16 Tore

Sportlich wurde es ein Traum. Simon Schöller kam in den sechs Spielen auf eine Durchschnittsspielzeit von 40 Minuten und erzielte dabei 16 Tore. Die Vorrunde stellte überhaupt kein Problem dar, und auch das Viertelfinale gegen Kenia (34:6) war keine Herausforderung. Dann kam Frankreich. Vor allem dieses Spiel im Halbfinale bleibt ihm fest in Erinnerung. „Ich musste die kompletten 60 Minuten ran und bin stolz, da meinen Beitrag zum Erfolg beigetragen zu haben“, so Schöller.

Im Finale gegen den Turnierfavoriten Kroatien, der Neuauflage des WM-Endspiels 2023, war das deutsche Team nicht weit weg von einer faustdicken Überraschung. Dass es am Ende nach der 23:30-Niederlage nur zu Silber reichte, stört Simon Schöller überhaupt nicht. „Wir waren eine Halbzeit ebenbürtig, haben alles gegeben und sind alle total happy mit dem zweiten Platz“, sagt der Palmersheimer rückblickend.

Simon Schöller will Kroatien mit Deutschland irgendwann schlagen

Vor allem die Stimmung in der Mannschaft und das Drumherum hatten es ihm angetan und beides weckt schon jetzt Begehrlichkeiten nach mehr. „Wir wollen die Kroaten irgendwann schlagen“, sagt der Palmersheimer

Aktuell geht es mit dem TVP wieder um Tore und Punkte, doch schon am 4. Februar steht die Nationalmannschaft wieder im Mittelpunkt. Dann werden sie vom Bundespräsidenten in Berlin empfangen. Und so beginnt das neue Jahr direkt mal mit einem weiteren Highlight für den Silberjungen aus Palmersheim. Und wer weiß, vielleicht wird aus Silber irgendwann einmal Gold.