Zu einem Brand in einer Jugendhilfeeinrichtung ist es am Mittwoch in Reifferscheid gekommen. Im Kreis Mettmann gab es danach zwei Festnahmen.
BrandstiftungMordkommission ermittelt nach Brand in Reifferscheider Jugendhilfeeinrichtung

Rund 60 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz.
Copyright: Feuerwehr der Gemeinde Hellenthal
Viele Fragen sind nach einem Brand in Reifferscheid am Mittwochmorgen noch offen. Im Raum steht, dass das Feuer, das um kurz nach 7 Uhr in der Jugendhilfeeinrichtung ausbrach, gelegt wurde. Auch wenn die näheren Umstände noch nicht geklärt sind, wurde für die weiteren Ermittlungen eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Bonn eingesetzt. Bereits im Laufe des Mittwochs kam es zu zwei Festnahmen.

Das Feuer hatten die Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle gebracht.
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25 Jugendliche waren in der Einrichtung in Reifferscheid, als das Feuer ausbrach. Wie die Polizei Euskirchen am Mittwochnachmittag berichtete, konnten „sämtliche anwesenden Personen durch Betreuer unverletzt aus dem Gebäude evakuiert werden“. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot nach Reifferscheid aus. Insgesamt 60 Kräfte um Einsatzleiter Daniel Pützer hatten den Brand schnell unter Kontrolle.
Ob ein Unfall im Zusammenhang mit der Fahndung steht, ist offen
Im Nachgang des Einsatzes kam es zu einer Fahndung der Polizei. Dabei setzte sie auch einen Personenspürhund, die Fliegerstaffel sowie eine Drohne ein. Nach wem oder was gesucht wurde und welche Anhaltspunkte die Fahndungsmaßnahme ausgelöst haben, sagte Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts am Mittwochnachmittag nicht. Sie ist Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aachen, die den Fall federführend bearbeitet.
Die Fahndung hat die Polizei in den Kreis Mettmann geführt. Die Polizei gibt in der Mitteilung noch bekannt, dass dort nach einer Verkehrsunfallflucht zwei Tatverdächtige angetroffen und vorläufig festgenommen wurden.
Auch hier machte Schlenkermann-Pitts keine Angaben zu den Umständen. Zur Frage, ob der Unfall im Zusammenhang mit der Fahndung stehe, sagte sie, dass sie das „nicht endgültig bestätigen“ könne. Und da ein möglicher Tatverdacht laut Schlenkermann-Pitts aktuell weder eingeordnet noch erhärtet sei, sagte sie zu den Festgenommenen auch nur, dass es sich um zwei männliche Personen handele. Wie alt sie sind und ob sie im Bezug zu der Einrichtung in Reifferscheid und/oder dem Brand stehen, ist daher noch unklar. (rha)

