Die Oldie-Rocknacht findet am Samstag, 27. Juni, ab 17 Uhr bei der Firma Papstar in Kall statt. Mit einer Band laufen noch die Verhandlungen.
26. Auflage der Oldie-NachtDie musikalische Reise in Kall geht in Richtung Rock

Auf die Oldie-Nacht im Juni freuen sich Vertreter von Hilfsgruppe Eifel und Papstar ebenso wie Kalls Bürgermeister Emmanuel Kunz (4.v.l.).
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Fast ist sie ein Pflichttermin für alle Freunde der guten und handgemachten Musik früherer Jahre: die Oldie-Rocknacht, die am Samstag, 27. Juni, ab 17 Uhr zum 26. Mal ausgerichtet wird. Auch wenn das Programm noch nicht vollständig steht, macht die Namensänderung der Traditionsveranstaltung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel deutlich, wohin die musikalische Reise geht: in die rockige Richtung.
Seit 1997 gibt es die Oldie-Nacht, die seitdem zuverlässig ein Publikumsmagnet ist. Mittlerweile findet sie zum dritten Mal auf dem Gelände der Kaller Firma Papstar statt. Was zu Anfang noch ein Notbehelf war, da der bisherige Veranstaltungsort an der Burg Dalbenden in Urft von der Flutkatastrophe betroffen war, erwies sich als Glücksfall für beide Seiten. „Was können wir für euch tun?“, sei die Frage des Firmenmanagements gewesen, erinnert sich Willi Greuel, Vorsitzender der Hilfsgruppe, an den Anfang.
Rund 150 Helfer werden bei dem Konzert in Kall im Einsatz sein
Seitdem funktioniert die Liaison zwischen dem Verein und der Firma wie ein Schweizer Uhrwerk. Papstar stellt nicht nur das Gelände und die Infrastruktur bereit, sondern stattet die Veranstaltung auch mit ihrem recycelbaren Geschirr aus, das an zwei Sammelstellen zurückgegeben werden kann, um anschließend wiederverwertet zu werden.
Rund 150 Helfer werden auch in diesem Jahr wieder im Einsatz sein, teilt Greuel mit. Ohne die Unterstützung der vielen Vereine und Institutionen wäre es nicht möglich, ein derartiges Programm auf die Beine zu stellen, betont er. Sogar von den Bundeswehrstandorten in Nörvenich und Mechernich sind Helfer freiwillig im Einsatz, um das Konzert zu ermöglichen.
Auch wenn das Line-Up weitestgehend steht, aus einer Position macht Helmut Lanio noch ein Geheimnis: „Die Verträge sind noch nicht unterschrieben, so dass der Name erst am 15. April bekanntgegeben werden kann.“
Plätze für Rollstuhlfahrer und Behinderte an der Bühne sind ein Muss
Unter anderem ist bis dahin ein Knackpunkt auszuräumen: Die Band wolle in ihren Verträgen verankert haben, dass im Bereich der Bühne keine Sitzplätze seien. Doch genau das ist ein Markenzeichen der Oldie-Nacht. „Wir legen Wert darauf, dass die Rollstuhlfahrer und Behinderten bei uns immer die besten Plätze direkt an der Bühne haben“, betonte Greuel. Das sei bei der ersten Oldie-Nacht so gewesen – und das bleibe auch so. So bleibt es noch ein wenig spannend, wie dieser Punkt geregelt und wer das Programm komplettieren wird.
Als lokale Band werden die „Männer von Flake“ auf der Bühne stehen. Damit bedankt sich die Hilfsgruppe für die Unterstützung, die sie 2015 spontan von der Musikgruppe erhalten hatte. „Da hat uns wenige Stunden vor der Veranstaltung eine Band abgesagt, und die Männer sind kurzfristig eingesprungen“, so Greuel. Deutlich rockorientiert spielt das Quartett Titel aus den vergangenen rund 50 Jahren Musikgeschichte und bedient sich dabei im Repertoire von Queen, AC/DC, Metallica und vielen anderen.
„The Stars of Rock“ bringen Sound der besten Bands auf die Bühne
Auch „Spirit of Smokie“ sind Wiederholungstäter bei der Oldie-Nacht. Dass es der Band gelingt, den unverwechselbaren Sound von Smokie zu reproduzieren, liegt vor allem an Sänger Dean Barton. Er ist der Sohn von Alan Barton, der als Leadsänger Nachfolger von Chris Norman war und der auf einer Deutschland-Tournee im Jahr 1995 bei einem Autounfall tödlich verunglückte. Der Klang seiner Stimme und damit auch der Geist der Band leben in seinem Sohn Dean fort. 2017 war „Spirit of Smokie“ bereits bei der Oldie-Nacht dabei.
„The Stars of Rock“ bringen den Sound der besten Bands der vergangenen Jahrzehnte auf die Bühne. Sieben Profimusiker, die teilweise selbst mit den Stars gemeinsam gespielt haben, garantieren beste Unterhaltung und originalgetreue Musik.
In die 1950er- und 1960er-Jahre entführt der Auftritt von „The Kaiser Beats“ das Publikum. Die Band aus Osnabrück hat sich dem Rock'n'Roll und Beat der alten Schule samt der dazugehörigen Bühnenshow verschrieben. Moderiert wird die Veranstaltung von Klaus Flieger.
Karten sind im Vorverkauf zum Preis von 35 Euro für einen Stehplatz und 40 Euro für einen Sitzplatz erhältlich. Auch ein kostenfreier Busshuttle ist organisiert. Startpunkte sind in Euskirchen, Hellenthal und Blankenheim. Die Busfahrt kann online gemeinsam mit den Tickets gebucht werden. Allerdings sei die Internetseite der Hilfsgruppe aufgrund technischer Probleme nicht auf aktuellem Stand, betont Lanio. Der Onlineshop mit dem Buchungssystem funktioniere jedoch. Zudem seien alle dort verzeichneten Vorverkaufsstellen mit Karten ausgestattet.

