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Karnevalszug mit jecker PremiereFür Harzheim macht sogar der Nikolaus Überstunden

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Das Bild zeigt einen Mann, der als Weihnachtsmann verkleidet ist und in einer Hand zahlreiche Kamelle hält.

Den Zoch in Harzheim lässt sich der Weihnachtsmann nicht entgehen.  

Der neue Zochtermin in Harzheim entpuppt sich als echter Volltreffer. Elf Gruppen zogen durch den Ort.

Viele schlaflose Nächte liegen hinter Christina Kremer und ihrem Team des Harzheimer Karnevalsvereins. Zum zweiten Mal war die Vorsitzende auch die Chefin für den Zoch, doch dieses Mal war alles etwas anders. „Wir haben zum ersten Mal unseren Umzug von Veilchendienstag auf den Samstag vor den Karnevalstagen verlegt“, so Kremer.

Der Veilchendienstag war irgendwie nicht mehr ideal, da viele am Aschermittwoch arbeiten müssen  und daher nicht mehr bei der After-Zoch-Party feiern konnten. Kremer: „Damit alle bis zum Ende mitfeiern können, haben wir uns diese Session für ein neues Datum entschieden.“ Besorgt waren sie und ihr Team schon etwas, ob dies   angenommen würde.

Elf Gruppen mit mehr als 150 Zugteilnehmern in Harzheim

Es wurde. Und wie! Das wurde beim Blick auf die Straßen sofort klar: Hunderte bunt kostümierte Jecke säumten den Zochweg, und für alle gab's reichlich Kamelle. Viel Mühe kostete es da die elf Gruppen mit insgesamt mehr als 150 Zugteilnehmern nicht, ihre Feierstimmung auf die Umstehenden zu übertragen.

„Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass nicht nur die Besucher, sondern auch die Trupps, die uns schon seit vielen Jahren die Treue halten, auch nach der Terminänderung sofort zugesagt haben“, freute sich Christina Kremer. Alle Stammgäste machten mit, vom Tambourcorps Concordia bis zur Dorfjugend, die stimmgewaltig und tänzerisch jedes über die Boxen schallende Musikstück feierte.

Befreundete Tollitäten waren beim Zoch zu Gast

Auf ein eigenes Dreigestirn müssen die Harzheimer in dieser Session zwar verzichten, dafür kamen aber die befreundeten Regenten aus der Nachbarschaft vorbei: Das Dreigestirn aus Weyer, das Bergheimer Prinzenpaar und der Prinz aus Vussem waren im Zoch dabei.

Von der Eiszeit der gleichnamigen Filmreihe „Ice Age“ direkt in die fünfte Jahreszeit gereist, trugen auch die Löstige Breddemänn aus Nöthen und Gilsdorf zur guten Stimmung bei. „Mit den Harzheimern verbindet uns schon lange eine gute Freundschaft, und daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir sie auch bei ihrem Umzug unterstützen“, betonte Michael Blaeser.

Weihnachtsmann legte eine Urlaubspause für die Harzheimer ein

Selbst der Weihnachtsmann, dessen Saison vorbei ist und der in diesen Tagen eigentlich seinen wohlverdienten Urlaub am Nordpol verbringen sollte, schaute bei den Harzheimer Jecken vorbei.

„Dieses Jahr beginnt der Straßenkarneval so früh, da haben wir einfach noch ein paar Überstunden drangehängt, um hier mitfeiern zu können“, berichtete Manfred Adebar lachend. Im Geschenkebeutel und den ungeöffneten Türchen des Adventskalenders seien zudem noch ausreichend Süßigkeiten gefunden worden, die nun unter den Freunden der fünften Jahreszeit verteilt werden könnten.

„Bei gerade einmal 350 Einwohnern in Harzheim ist es unglaublich, wie viele heute hergekommen sind, um mit uns zu feiern“, freute sich Zugleiterin Christina Kremer: „Man spürt den Zusammenhalt im Dorf und mit den befreundeten Vereinen. Alle zusammen wollen heute einen tollen Tag erleben, und ich denke, das ist uns auch gelungen.“