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Nur der Kiosk fehlt nochErster Bauabschnitt im Gemünder Kurpark ist fast fertiggestellt

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Das Bild zeigt einen fertiggestelltern Bau im Kurpark.

Der erste Bauabschnitt des Gemünder Kurparks ist fast fertig.

Der 2,3 Millionen Euro teure erste Bauabschnitt im Kurpark Gemünd ist fast fertig. Der Kiosk für den Minigolfplatz soll aufgestellt werden.

Eröffnet wurde die Einstiegszone in den Gemünder Kurpark bereits im Sommer vergangenen Jahres, doch erst jetzt nähert sich das Projekt seiner Fertigstellung. Als vorletzter Puzzlestein wurde vergangene Woche der Musikpavillon aufgestellt. Nun fehlt nur noch der Kiosk. „Wir befinden uns jetzt mit dem ersten Bauabschnitt in der finalen Phase“, betonte Bürgermeister Ingo Pfennings. Die Kosten für diesen ersten Bauabschnitt liegen nach Angaben der Stadtverwaltung bei 2,3 Millionen Euro und können komplett über den Wiederaufbau abgerechnet werden.

Das Bild zeigt den neuen Spielplatz im Kurpark.

Der Spielplatz mit Spielturm, Rutsche, Klettersteigen und stilisierten Wildschweinen besteht aus Holz.

Als Startschuss für das Projekt waren im Dezember 2024 Rodungsarbeiten durchgeführt worden. Dabei waren Sträucher und stark durch die Flut beschädigte Bäume entfernt worden. Die sogenannte Einstiegszone reicht vom Kurhaus bis zum Ende des Minigolf-Platzes und ist dort auch der Einstiegsbereich in den Nationalpark Eifel.

In dem Areal gibt es jetzt eine neue Minigolf-Anlage mit neun Löchern, verschiedene Fitnessgeräte für Bein-, Ganzkörper- und Rückentraining sowie einen großen Spielplatz mit Spielturm, Rutsche, Klettersteigen und stilisierten Holzwildschweinen. Die Fitnessgeräte wurden so positioniert, dass Eltern trainieren und gleichzeitig ihre Kinder auf dem neuen Spielplatz im Blick halten können. Auf der benachbarten Liegewiese am Ufer der Urft wurden Sitzmöglichkeiten aufgestellt.

Eröffnung des Musikpavillons musste verschoben werden

In der vergangenen Woche wurde der Musikpavillon aus Holz geliefert. Sein Standort wurde im Vergleich zur Situation vor der Flut verändert, damit der Pavillon mehr Abstand zu der an den Kurpark angrenzenden Wohnbebauung hat und auch Gäste des Kurparkrestaurants sowie des geplanten Cafés im ehemaligen Nationalparktor Veranstaltungen verfolgen können.

Das Bild zeigt die neue Minigolfanlage in Gemünd.

Die Minigolfanlage kann von denen, die selbst Schläger und Bälle mitbringen, kostenlos genutzt werden.

„Am Wochenende sollte die neue Musikmuschel im Rahmen der Eröffnung der Kurkonzerte durch den Musikverein Eifelklänge 1976 Herhahn-Morsbach erstmals bespielt werden“, erklärte der Bürgermeister. Doch weil im Vorfeld Regen angekündigt worden war, musste die Eröffnung mit mehr als 100 Besuchern kurzfristig in den Kursaal verlegt und so die Premiere für den neuen Pavillon um eine Woche verschoben werden. „Ob die Muschel später noch mit Licht- und Beschallungstechnik ausgerüstet wird, muss noch geprüft werden“, sagte der Bürgermeister.

Der Minigolfplatz mit seinen neun Bahnen sei benutzbar und werde auch schon genutzt. „Wir wollen aber noch die Optik mit Holz und Steinen mehr an die Themen rund um Kurpark und Nationalpark anpassen“, teilte Pfennings mit. Die Arbeiten würden vom städtischen Bauhof durchgeführt. Wer Schläger und Bälle selbst mitbringt, kann die Anlage kostenlos nutzten. „Ansonsten kann man sie am Kiosk ausleihen“, so Pfennings.

Kiosk und geplantes Café bekommen denselben Betreiber

Das Büdchen ist nach Angaben des Bürgermeisters bereits bestellt und soll in acht bis zehn Wochen geliefert und aufgestellt werden. „Für den Kiosk und das geplante Café im ehemaligen Nationalparktor gibt es auch schon einen Betreiber aus dem Stadtgebiet“, erklärte der Bürgermeister. Einen Namen wollte er noch nicht verraten.

Die Wegeführung wurde ebenfalls verändert. Die Verbindung zum Schwimmbad unter der Fußgängerbrücke hindurch ist weggefallen, damit Besucher zum Platz am Kurhaus geleitet werden und nicht auf dem Uferrandweg in die Stadt gehen. Die Wege wurden mit einer hellen Beschichtung optisch dem Festplatz angeglichen. Mit dem hellen Belag soll auch ein Aufheizen der Flächen im Sommer verhindert werden. Auf den früher vorhandenen Brunnen neben dem Kurparkrestaurant wurde verzichtet.

Für den zweiten Bauabschnitt jenseits der Urft vom Rosenbad bis hin zur Jugendherberge laufen nach Angaben des Bürgermeisters die Vorbereitungen. Dort sollen unter anderem auch wieder verschiedene Kurangebote geschaffen werden. Nach dem Sommer solle in einer Bürgerversammlung über die Gestaltung diskutiert werden. Weil es sich bei dem Projekt nicht um Wiederaufbaumaßnahmen handelt, müssen aber erst noch Fördermittel akquiriert werden. Insgesamt sind für die beiden Bauabschnitte Kosten von 5,4 Millionen Euro veranschlagt.