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ReallaborStadt Euskirchen sammelt Ideen für Gestaltung des Klostergartens

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Blick auf die Fläche, die zu großen Teilen mit Rasen eingesät ist.

Aus dem Klostergarten in Euskirchen soll ein attraktiver Innenstadtpark werden. 

Die Euskirchenerinnen und Euskirchener sind gefragt bei der Planung des Klostergartens. Auf einem Teil der Fläche stand früher das City-Forum.  

Die Stadt Euskirchen unternimmt einen weiteren Anlauf, um den Klostergarten aufzuwerten. Ein erster Entwurf hatte bereits 2019 vorgelegen – die Hochwasserkatastrophe von 2021 verhinderte aber die Umsetzung.

Die Umgestaltung der Grünfläche ist nach wie vor eine zentrale Maßnahme des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts für die Innenstadt, allerdings hat sich die Ausgangslage von Grund auf geändert: Durch den Abbruch des City-Forums, das durch die Flut unbrauchbar gemacht worden war, hat sich das Areal weit mehr als verdoppelt.

Die Stadtverwaltung Euskirchen erklärte, was ein Reallabor ist

Die Bevölkerung soll nun aktiv in die Planung des neuen Klostergartens eingebunden werden, und zwar in Form eines rund vierwöchigen Reallabors. Was dahintersteckt, erläuterten der Technische Beigeordnete Wolfgang Honecker und Fachbereichsleiter Thorsten Sigglow am Dienstagabend dem Ausschuss für Umwelt und Planung. Honecker umschrieb das Reallabor als „umfassende zukunftsgewandte Form der Öffentlichkeitsbeteiligung“.

In Kooperation mit zwei Fachbüros wird die Stadt im April an Ort und Stelle   Workshops veranstalten. Sie wollen den Klostergarten temporär möblieren, etwa mit Sitzgelegenheiten und Spielelementen, um zu ermitteln, welche Ausstattung den Vorstellungen der Euskirchenerinnen und Euskirchener entspricht.

Es soll ein Platz entstehen, der auf die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen eingeht.
Wolfgang Honecker, Technischer Beigeordneter

Ihre Ideen sind als Grundlage für die Planung eines Stadtgartens gedacht, den Honecker als „sozial verankert, ökologisch resilient, robust gestaltet und nutzerorientiert“ beschrieb: „Es soll nicht nur ein schöner Platz entstehen, sondern ein Platz, das auf die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen eingeht.“

Das Reallabor soll von einer umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit, Befragungen und weiteren Beteiligungsformaten, auch für Kinder, flankiert werden. Von der Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger erhofft man sich eine größere Akzeptanz und eine stärkere Identifikation mit dem Klostergarten und der Innenstadt, wie die Verwaltung es in der Sitzungsvorlage formulierte.

Die Ergebnisse der Workshops möchten die Fachleute im Juli dem Planungsausschuss präsentieren, Fördermittel müssen bis Ende September beantragt werden. Zur Höhe der erwarteten Kosten wollte Dezernent Honecker sich im öffentlichen Sitzungsteil nicht äußern.

Die Fraktionen zeigten sich angetan von dem Konzept. Es biete eine große Chance für die Innenstadt, lautete der Tenor der Wortbeiträge.