Der Erlös des Benefizkonzerts, organisiert durch den Rotary Club Opladen, geht an das Frauenhaus Leverkusen
BenefizkonzertMesdames Musicales begeistern Publikum im Kulturforum Burscheid

Mesdames Musicales begeistern beim Benefizkonzert des Rotary Club Opladen
Copyright: Anne Philipp
Das Kulturforum in Burscheid war gut gefüllt am Freitagabend. „Mesdames Musicales“ stand auf der Bühne und begeisterte das Publikum mit einer Kombination aus Gesang, Klavier und Violine. Das Benefizkonzert wurde organisiert durch den Rotary Club Opladen, der Erlös kommt dem Frauenhaus Leverkusen zu Gute.
Das Programm der drei Künstlerinnen Jana Marie Gropp, Pauline Gropp und Sarah Bergé, das schlage eine Brücke zwischen der Medizin und der Musik, so Mathias Benz, Präsident des Rotary Club Opladen. Denn alle drei Künstlerinnen sind zugleich auch Ärztinnen. Ihre Musik eine vielfältige Mischung aus allem: Moderne Musik, wie Coldplays „Fix You“, Opernklänge, „Ein Löffelchen voll Zucker“, aus dem bekannten Musical Mary Poppins und sogar ein eigens komponierten Schlager über die Corona-Pandemie brachten die Künstlerinnen auf die Bühne. Mit dabei immer eine gesunde Portion Humor, der auch das Publikum zum Schmunzeln brachte.
Brücke zwischen Medizin und Musik
Die von Benz angekündigte Brücke zwischen Medizin und Musik, schlugen die drei mit ihrem Programm „Der Nächste bitte“ sehr erfolgreich. „Es gibt viele Berührungspunkte zwischen Medizin und Musik“, erklärten sie. So sei Musik beispielsweise heilsam. Mit ihrem Programm nahmen die drei Ärztinnen das Publikum mit in ihren Praxisalltag und die Vergangenheit der Medizin. Die Liedauswahl immer auf das jeweilige Thema abgestimmt.
„Es bedeutet uns viel, das Konzert dem Frauenhaus widmen zu können“, sagt Jana Marie Gropp zu Beginn des Konzerts und darauf wollen sie an diesem Abend auch die Aufmerksamkeit lenken. Das Leverkusener Frauenhaus vertraten am Freitagabend Silke Neuhaus und Jaqueline Tombeux. „Wir sind überwältigt und unendlich dankbar“, sagten sie. Das Leverkusener Frauenhaus bietet Frauen und Kindern, die von häuslicher Gewalt bedroht beziehungsweise betroffen sind ein Schutzhaus. „Häusliche Gewalt ist oft gar nicht so sichtbar“, so Neuhaus, vor allem sexualisierte Gewalt komme häufig vor. Aber „es gibt nichts was es nicht gibt“. Die Frauen die in das Haus kommen, die lassen ihr altes Leben hinter sich, erklärt Neuhaus, „die Frauen haben ups and downs und da sind wir da“.
„Leider ist häusliche Gewalt kein Randphänomen“, so die Vertreterinnen des Frauenhaus Leverkusen. Im Jahr 2024 waren nach Zahlen des Bundeskriminalamtes 265.942 Menschen von häuslicher Gewalt betroffen, ein Höchststand. Und viele Taten werden aus Gründen wie etwa Angst, Abhängigkeit oder auch Scham gar nicht angezeigt.
Das Frauenhaus Leverkusen bietet Platz für acht Frauen und ihre Kinder, „wir sind immer voll belegt“, so Tombeux. Alleine im vergangenen Jahr hätten sie über 100 Frauen ablehnen müssen. Es seien mehr Schutzplätze nötig so Tombeux und appelliert an das Publikum „Schauen sie privat auch hin“.
Zum Schluss des Konzertes durfte auch das Publikum aktiv werden: „Wir möchten mit Ihnen jetzt etwas für unser aller Gesundheit tun“, denn durch Musik werden Glückhormone ausgeschüttet. Zu „Hey Jude“ von den Beatles und „Hallelujah“ von Leonard Cohen verwandelte sich das Publikum in einen Chor und sorgte wohl bei dem einen oder anderen für eine Gänsehaut.

