Der Behindertenbeirat hat 23 stimmberechtigte Mitglieder. Hinzukommen beratende Mitglieder aus den Fraktionen des Stadtrates.
Gremium konstituiert sichBehindertenbeirat Leverkusen stößt viele Initiativen an

Das Rathaus Leverkusen in Wiesdorf
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Vier neue Mitglieder hat der Beirat für behinderte Menschen, der sich kürzlich zur konstituierenden Sitzung im Verwaltungsgebäude an der Hauptstraße traf. Bernd Schuster, wurde von den insgesamt 23 stimmberechtigten Mitgliedern, einstimmig im Amt bestätigt. Schuster vertritt im Beirat die Lebenshilfe Werkstätten Leverkusen/Rhein-Berg gGmbH. Seine bisherigen Stellvertreterinnen, Kerstin Schallehn von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und Katja Bedra vom Heilpädagogische Hilfen (HPH)-Netz Ost des Landschaftsverbands Rheinland (LVR), wurden ebenfalls für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.
Schuster freute sich über den Zuwachs an Mitgliedern. „Die Beiratsmitglieder engagieren sich in der Regel ehrenamtlich und stecken sehr viel Engagement und Herzblut in die Beiratsarbeit. Deshalb freue ich mich, dass neue Mitglieder hinzukommen und wir weitere Unterstützung für unsere Initiativen haben,“ wird er in einer Mitteilung zur Beiratskonstituierung zitiert.
Aufgabe des Beirates ist, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu schärfen und für deren Belange einzutreten. Zum „Alltagsgeschäft“ des Gremiums gehört es etwa, bei Anfragen zu klären, ob Behindertenparkplätze oder abgesenkte Bordsteine nötig sind und Standorte zu empfehlen.
Die Stadt betont, der Beirat haben vor der aktuell laufenden Sanierung des Manforter Bahnhofs konstruktiv mit der Deutschen Bahn zusammengearbeitet. In der Vergangenheit gab es gerade mit Blick auf die Sanierung von Bahnhöfen allerdings auch erheblichen Ärger unter gehbehinderten oder im Rollstuhl sitzende Menschen. Der Bahnhof in Wiesdorf war im Prinzip im September 2023 ausgebaut und fertig saniert. Allerdings dauerte es dann noch weitere 15 Monate, bis die Aufzüge aus der Unterführung auf die Gleise und auf die Heinrich-von-Stephan-Straße in Betrieb waren.
Barrierefreiheit ist aber auch an vielen anderen Stellen in der Stadt ein wichtiges Thema für den Beirat. In der vergangenen Amtsperiode entwickelte er deshalb gemeinsam mit dem Sozialdezernat ein Siegel für Barrierefreiheit. Es wurde bislang 32 Mal an öffentliche Einrichtungen, Geschäfte, Restaurants und (Arzt-)Praxen vergeben.
Für die kommende Amtsperiode stehen die Themen barrierefreier ÖPNV und barrierefreier Wohnraum erneut oben auf der Agenda des Beirats. (ps)

