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Olympia-AbstimmungLeverkusener Ergebnis steht fest: Fast zwei Drittel stimmen mit „Ja“

3 min
Stefan Pausch, Stefan Hebbel, Steffi Nerius und Marc Adomat freuen sich über Leverkusens Ja zur Olympiabewerbung.

Stefan Pausch, Stefan Hebbel, Steffi Nerius und Marc Adomat freuen sich über Leverkusens Ja zur Olympiabewerbung.

Soll sich Leverkusen an der Bewerbung der Region Rhein/Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligen?

20.13 Uhr: Alle Stimmen sind ausgezählt

Leverkusen ist Teil der Olympia-Bewerbung für die Region Rhein/Ruhr. 62,7 Prozent der Menschen, die am Ratsbürgerentscheid teilgenommen haben, haben mit Ja gestimmt. „Das ist ein gutes Zeichen für die Sportstadt Leverkusen“, sagt Oberbürgermeister Stefan Hebbel. Sport sei ein fester Bestandteil der Stadt: „Wir wollen Teil der Olympischen Spiele sein“, sagt Hebbel klar.

Ähnlich sieht das Marc Adomat, Stadtdirektor und in der Verwaltung zuständig für den Sport: „Ich bin total begeistert.“ Er freue sich für die Stadt und hofft, dass Leverkusen dadurch noch einen Schub bekomme und bekannter werde. Adomat wie auch CDU-Landtagsabgeordneter Rüdiger Scholz betonten, dass sie hoffen, dass in diesem Zuge auch in Sachen Infrastruktur für die Stadt herausspringe.

Rüdiger Scholz (MDL, CDU) und Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel verfolgen die Ergebnisse über ihr Smartphone.

Rüdiger Scholz (MDL, CDU) und Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel verfolgen die Ergebnisse über ihr Smartphone.

Sie mussten bis heute ein Kreuz bei „Ja“ oder „Nein“ zur Frage machen: „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Leverkusen an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?“ Die Bewerbung von insgesamt 17 Kommunen sieht vor, Fußballspiele in der Bay-Arena stattfinden zu lassen, zudem sollen die Athletinnen und Athleten hier trainieren.

19.25 Uhr: 22 von 26 Teilergebnissen ausgezählt

In Leverkusen dürfte es nicht mehr lange dauern, bis das Endergebnis feststeht. 22 von 26 Teilergebnissen sind ausgezählt, das Ergebnis hat sich nur marginal verändert. 62,8 Prozent haben den aktuellsten Zahlen nach mit Ja gestimmt. Insgesamt, so teilt die städtische Pressestelle mit, haben rund 35,7 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt, 44.183 Leverkusenerinnen und Leverkusener in absoluten Zahlen.

Stefan Hebbel und Hendrik Wüst.

Stefan Hebbel und Hendrik Wüst.

18.06 Uhr: Mehr als 60 Prozent für Ja

Es sieht nach einem eindeutigen Ergebnis aus. 14 von 26 Teilergebnissen sind ausgezählt und die Tendenz ist klar: 62,7 Prozent haben Ja bei der Abstimmung angekreuzt, 37,3 mit Nein.

17.30 Uhr

Gegen 20.30 Uhr, so heißt es von der städtischen Pressestelle, ist mit den Abstimmungsergebnissen für Leverkusen zu rechnen. Etwas später dann mit den Gesamtergebnissen. Die Stadt hatte sich vorher mächtig ins Zeug gelegt, damit die Mehrheit der Menschen mit „Ja“ stimmt, es gibt aber auch Kritik an der Bewerbung, vor allem wegen des Geldes. Angesichts der desaströsen finanziellen Lage der Stadt Leverkusen gibt auch solche, die finden, es sei nicht akzeptabel, dafür Geld auszugeben.

Unsere Autorin hat sich mit Chancen und Risiken einer Leverkusener Olympiabewerbung beschäftigt. Die Ergebnisse ihrer Analyse könnt ihr hier nachlesen:

Auch in der Redaktion ist die Meinung nicht einhellig. Wieso eine Autorin für und ein Autor gegen Leverkusens Beteiligung gestimmt hat, lest ihr hier:

Am Sonntagabend, 19. April, wird bekanntgegeben, ob sich die Stadt Leverkusen an der Bewerbung der Region Rhein/Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt. Ob es so kommt oder nicht, entscheiden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Der „Leverkusener Anzeiger“ ist bei der Bekanntgabe der Ergebnisse im LVR-Turm in Köln dabei. Dort versammeln sich alle Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Städte. Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wird dabei sein.

Insgesamt 124.000 Leverkusenerinnen und Leverkusener dürfen abstimmen. Man muss für die Teilnahme an dem Votum Deutscher/Deutsche oder EU-Europäer und mindestens 16 Jahre alt sein. Zudem muss der erste Wohnsitz seit dem 3. April 2026 in Leverkusen liegen. Damit die Abstimmung gültig ist, müssen zehn Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt haben. Diese Marke hat Leverkusen schon seit Tagen locker überschritten: Am 15. April lag die Wahlbeteiligung schon bei rund 34 Prozent.