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Ex-Kaufhof
Corner 82 in Wiesdorf bekommt neuen Aufgang – Decathlon will im Sommer eröffnen

2 min
Bauarbeiten am früheren Kaufhof in Wiesdorf

Am früheren Kaufhof haben die Bauarbeiten für einen Außenaufgang begonnen.

Lange waren nur in der früheren Kaufhof-Filiale Geräusche von Bauarbeiten zu hören. Jetzt wird auch außen etwas verändert – und der erste Mieter kündigt sich an.

Die Bauarbeiten für den neuen Außenaufgang auf die große Terrasse am früheren Kaufhof in Wiesdorf haben begonnen. Am Freitag waren Arbeiter unter Einsatz von schwerem Gerät und viel Wasser damit beschäftigt, am östlichen Ende des Vordaches Teile des Betons herauszusägen.

An dieser Stelle sollen nach den Vorstellungen der Leverkusener Stadtentwicklungsgesellschaft Levi GmbH eine große Treppe und ein Aufzug den direkten Zugang vom Wiesdorfer Platz in den ersten Stock und damit zum künftigen Mieter Decathlon in der ersten Etage ermöglichen. Denn anders als bisher zu Kaufhof-Zeiten sollen die drei Stockwerke innen nicht mehr mit Rolltreppen untereinander verbunden sein.

„Mit dem Beginn der Bauarbeiten in der Fußgängerzone für die neue Eingangssituation geht der Corner 82 in die nächste Phase. Wir verbessern damit nicht nur die Erschließung und Barrierefreiheit, sondern werten auch die städtebauliche Präsenz des Standorts spürbar auf.“, wird Levi-Geschäftsführer Björn Krischick in einer Mitteilung der städtischen Tochter zitiert.

Die Genehmigung für die Bauarbeiten hatte Levi erst Ende Januar von der Stadt erhalten. Neben Decathlon hat Levi die Fitnessstudio-Kette FitX und Cosmo Sports gewinnen können. Letztere wollen im Keller unter anderem eine Bowlingbahn einrichten. Bis Ende Mai, so die Levi, werden die Räume an Decathlon, und bis Ende Juni an FitX übergeben.

Die französische Sportbekleidungs- und Sportgerätekette kündigt auf einem Banner an dem Gebäudekomplex an, im Sommer 2026 eröffnen zu wollen. Abdelaziz Rachidi, Expansionsverantwortlicher bei Decathlon für die Region, bezeichnet die Neueröffnung in Leverkusen in der Levi-Mitteilung als „Teil unserer Expansionsstrategie, bis 2027 mindestens 150 Filialen zu haben“.

Zu den möglichen Mietern im noch nicht vermarkteten Erdgeschoss – dort, wo zuletzt bis Ende August 2024 die kurzlebige Kaufhauskette „Aachener“ ihre Modewaren anbot – hatte es von Levi zuletzt geheißen, man sei mit zwei Interessenten in guten Gesprächen.

Bei der Stadt-Tochter geht man ab 2027 von einer kompletten Vermietung des früheren Kaufhof aus. Der Wirtschaftsplan weist ab dem nächsten Jahr und bis Ende 2030 Mieteinnahmen von knapp 2,6 Millionen Euro aus. Dabei sind die Nebenkosten beträchtlich: gut 300.000. Für dieses Jahr rechnet die Levi-Untergesellschaft SEPG noch mit Gesamteinnahmen aus der Vermietung von gut 1,2 Millionen Euro. Davon ist gut eine Million Kaltmiete und 155.000 Euro Nebenkosten. (ps/tk)