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UmweltkriminalitätUnbekannte laden große Mengen Müll in Leverkusen ab

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Müll liegt unter einem Strommast

Unbekannte haben Ende März große Mengen Müll am Bürriger Weg abgeladen.

An drei Stellen in der Stadt haben Unbekannte seit Ende März illegal Autoteile, Öl und anderen sperrigen Müll abgeladen.

Stadt und Polizei ermitteln gemeinsam in mehreren Fällen von Umweltkriminalität, die sich seit Ende März zugetragen haben. Dabei wurden an drei Stellen in der Stadt große Mengen an alten Autoteilen, Elektrogroßgeräten, aber auch umweltschädliche Flüssigkeiten wie Lacke und Öle abgeladen.

Am 24. März musste der Fachbereich Umwelt der Stadtverwaltung in diesem Zusammenhang erstmals tätig werden. Unbekannte hatten an der Olof-Palme-Straße unter der A1 illegal Autoteile und Glasscheiben abgekippt. Tags darauf fanden Mitarbeitende des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) am Bürriger Weg unterhalb eines Strommastes Kfz-Schrott und Elektrogeräte wie eine Waschmaschine und einen Kühlschrank. Die Verwaltung zog die Polizei hinzu und stellte Strafanzeige nach Paragraf 326 des Strafgesetzbuches „Unerlaubter Umgang mit Abfällen“.

Autoteile und Glasscheiben an einer Autobahnunterführung

An der Olof-Palme-Straße unter der A1 lagen massenhaft Autoteile und Glasscheiben.

Sechs Tage später, am 31. März, wurden etwa 100 Liter Altöl in nicht verschlossenen Behältnissen auf dem P&R-Parkplatz am Bahnhof Küppersteg gefunden. Auch hierzu stellte die Verwaltung Strafanzeige. Sie intensivierte im Stadtteil Bürrig außerdem den Streifendienst des KOD in den Abendstunden. Die polizeilichen Ermittler vermuten, dass es sich um Müll aus einer Werkstattauflösung handeln könnte.

Bußgeld bis 100 000 Euro – sogar Haftstrafen sind möglich

Der Fachbereich Umwelt weist darauf hin, dass für solche Umweltstraftaten ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro verhängt werden kann. In schweren Fällen sind Haftstrafen bis zu fünf Jahren möglich.

Auch Oberbürgermeister Stefan Hebbel wendet sich zu diesen Fällen von krimineller Abfallbeseitigung an die Öffentlichkeit: „Solche rücksichtslosen und kriminellen Aktionen können wir nicht dulden. Es handelt sich hier um gefährliche Eingriffe in die Umwelt zum Schaden von Mensch und Natur. Privateigentümer und die Allgemeinheit bleiben im Zweifel auf den erheblichen Kosten für die Entsorgung sitzen. Ich bitte Sie daher: Wenn Sie Hinweise geben können oder etwas bemerkt haben – melden Sie sich bei der Polizei und helfen Sie dabei mit, die Verursacher zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.“

Wer Hinweise zum Tatgeschehen oder zu den Verursachern hat, wendet sich unter 0221/2290 oder per E-Mail an das Kriminalkommissariat 15 bei der Polizei in Köln.