Seit dem 1. Juli 2022 nimmt Wigald Boning jeden Tag in einem Gewässer an der frischen Luft ein Bad. Das gilt auch für sein Gastspiel in Leverkusen.
Show im ScalaWo Wigald Boning in Leverkusen baden gehen könnte

Wigald Boning, hier im November 2023 im Otto-Maigler-See in Hürth, will sich auch in Leverkusen ein Badegewässer suchen.
Copyright: dpa
Ein paar Ideen hat Wigald Boning schon. Auch wenn noch nicht feststeht, wo der Komiker baden gehen will, wenn er zum Gastspiel ins Opladener Scala kommt, steht ohne Zweifel fest, dass er baden gehen wird. Denn seit dem 1. Juli 2022 ist kein Tag vergangen, an dem er nicht in einen See, einen Fluss oder ein Baggerloch „eingetunkt“ ist.
Wigald Boning kennt Leverkusen, schließlich hat er auch mal in Köln gewohnt. Daher fallen ihm im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“ ein paar Stellen ein, an denen er baden gehen könnte: an der Wuppermündung in Rheindorf zum Beispiel, oder in der Dhünn? Das sei schließlich einer seiner Lieblingsflüsse. Wichtig bei seiner Wahl: Es darf nicht gefährlich sein für nicht badende Menschen und gut erreichbar zum Hotel, in dem er residieren wird, sollte das Gewässer möglichst auch sein.
Das erste Bad in seiner ununterbrochenen Reihe nahm er am 1. Juli 2022 im Ammersee in Bayern. Es war Corona, die Bonings zogen in die Nähe der Schwiegereltern in die Nähe von München. Boning litt damals unter einer Kalkschulter, einer OP wollte er sozusagen „davonschwimmen“.
Boning geht auch nachts baden
Im Laufe des Sommers habe sich dann daraus eine Eigendynamik entwickelt. Besonders disziplinieren müsse er sich dafür nicht. „Das ist jedes Mal wieder der Tageshöhepunkt“, sagt Boning. Eine Schwimmstrecke, die er dabei zurücklegen will, gebe es nicht. Manchmal reiche auch „das Eintunken im Eisloch“ – an die Kälte gewöhne man sich recht schnell, sagt er. Überhaupt spielen die Umstände natürlich eine große Rolle bei der Gewässerwahl: Wo hält er sich gerade auf und wie viel Zeit hat er? Das könne auch mal nachts um 3 Uhr sein.
Die meisten Bäder hat er nach eigenen Angaben aber bei sich zu Hause im Ammersee genommen. Auf Fernreisen kann das Ganze auch mal herausfordernd werden. Aber dennoch sind das die Badeaktionen, die dem Komiker im Gedächtnis hängengeblieben sind: Im Hudson und im East River in New York zum Beispiel. Oder in der Themse in London, am Tag der Königskrönung von Charles. Das sei natürlich nicht einfach gewesen. „Alle 50 Meter standen Einsatzkräfte am Ufer“, sagt er. Wie er es an denen vorbei und in die Themse geschafft hat, will er im Gespräch nicht verraten. Dafür müsse man schon zu seiner Show kommen.
Alle 50 Meter standen natürlich Einsatzkräfte am Ufer
Boning hat auch in der Hölle gebadet, einem Gewässer im Emsland. Schon wegen des Namens wollte er rein, allerdings habe es sich mehr um ein Loch voll mit Kuhdung und einer Motorölschicht gehandelt, erinnert er sich.
Den Komiker hält bei seinen Bädern auch eine Krankheit nicht ab. Er sei auch schon mit Fieber im Wasser gewesen. Das sei danach auch schon mal verschwunden gewesen – meist aber wieder gekommen. Auf seinen Körper habe das Baden schon Auswirkungen. Er hat inzwischen ein breiteres Kreuz. Sein Immunsystem bezeichnet der Komiker ohnehin als robust. Ob das Baden darauf Einfluss habe, könne er nicht wirklich sagen. Sein Bauchgefühl sage: ja. Aber wirklich fundiert sei diese Annahme nicht.
In seiner Show im Scala wird Boning 90 Bilder an die Wand projizieren, die er auf seinen Badeabenteuern geschossen hat oder hat machen lassen. Die Vorstellung sei nicht nur etwas für Badefans, betont er. „Sondern auch für die, die gar keinen Bock darauf haben.“
„Herr Boning geht baden“, Donnerstag, 16. April, 20 Uhr, Scala Club Opladen, Uhlandstraße 9.
Weiteres Programm im Scala
„Emily Otto und Band“ (Konzert, Freitag, 10. April), „Queen Kings“ (Konzert, Samstag, 11. April), „The Cat Stevens Tribute“ (Konzert, Sonntag, 12. April), „Ausbilder Schmidt“ (Comedy, Freitag 17. April), Robert Kreis (Konzert, 21. April), „Eure Mütter“ (Comedy, Mittwoch, 22. April), „Der Physiopath“ (Comedy, Donnerstag, 23. April), Improvisationstheater Springmaus (Comedy, Freitag, 24. April), Rhythmussportgruppe (Konzert, Samstag, 25. April), Stephan Sulke (Konzert, Sonntag, 26. April), „Emmi & Willnowsky“ (Comedy, Montag, 27. April), Detlev Prößdorf (Kabarett, Dienstag, 28. April), „Nighthawks“ (Konzert, Mittwoch, 29. April), „The Legendary Ghetto Dance Band“ (Konzert, Donnerstag, 30. April). (nip)


