1200 Tonnen schwer sind die Stahlteile, die eingefahren werden.
AutobahnStahlträger für die Leverkusener Rheinbrücke kommen – Mehrwöchige Sperrung

Die Vorbereitungen für das Einfahren des Stahlüberbaus, hier an der ersten Rheinbrücke am 6. März 2022, sind aufwendiger als vor vier Jahren.
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Die Autobahn GmbH kündigt den nächsten großen Schritt für die zweite Leverkusener Brücke an: Anfang Mai dieses Jahres soll der Stahlüberbau des zweiten Teilbauwerks über den Rhein eingefahren werden. Dafür müssen die Bauleute noch Unebenheiten mit Erde und Stahlplatten an der Fläche ausgleichen, auf der die Stahlträger später bewegt werden. Diese Vorbereitung sei vor dem Einfahren der Stahlteile für die erste Brücke Anfang März 2022 nicht nötig gewesen, weil die Fläche schon eben gewesen sei.
Ist der Stahlüberbau eingefahren, bewegen selbstfahrende Schwerlasttransporter (SPMT) „die rund 1200 Tonnen schweren Stahlteile millimetergenau“, teilt die Autobahn GmbH mit. Acht Meter Höhenunterschied und 115 Meter Strecke müsse jeder Stahlträger überwinden, bevor er auf Pfeiler und Brückenwiderlager seine Endposition erreicht habe. Die Träger bestehen jeweils aus zwei Hohlkästen und Querträgern dazwischen. Auf dieser Stahlkonstruktion wird später die Fahrbahn der zweiten Autobahnbrücke aufgebracht.
Ist das geschehen, montieren die Fachleute Schalungen am Rand des Stahlteils (Kappenriegel) und verfüllen sie mit Beton. Später sind sie der seitliche Abschluss der Fahrbahn. Zudem werden Fertigteilplatten in der Fläche verlegt. Zum Abschluss werden die Schwerlasttransporter und Hilfseinrichtungen zurückgebaut.
Dreiwöchige Sperrung
All das soll von Dienstag, 28. April, 10 Uhr, bis voraussichtlich Mittwoch, 20. Mai, 18 Uhr, dauern. Während des gesamten Zeitraums muss die Autobahn GmbH rund um das Kreuz Leverkusen-West diverse Strecken sperren. Im Detail: Die A59 ist aus Düsseldorf kommend vom Dreieck Monheim-Süd bis zum Autobahnende in Leverkusen komplett gesperrt. Somit ist die A59 in Richtung Leverkusen nur zwischen der Anschlussstelle Monheim und dem Dreieck Monheim-Süd zu befahren. Auch die Anschlussstelle Rheindorf ist voll gesperrt.
Von Leverkusen kann man auf die A59 nicht in Richtung Düsseldorf auffahren, „damit entfallen aus Leverkusen kommend auch die direkten Verbindungen auf die A1 sowohl in Fahrtrichtung Dortmund als auch in Richtung Koblenz/Trier“, so die Autobahn GmbH. Auch gesperrt sein werden in diesem Zeitraum die Verbindungen von der A1 aus beiden Richtungen auf die A59 nach Leverkusen im Kreuz Leverkusen-West. In Richtung Düsseldorf zu fahren, werde aber möglich sein.
Umleitungen werden eingerichtet: Von Düsseldorf beziehungsweise Monheim kommend ab dem Dreieck Monheim-Süd über die A542 und die A3 (roter Punkt). Im Leverkusener Stadtgebiet führen die Umleitungen (gelbe Tafeln) zur A3-Anschlussstelle Leverkusen-Zentrum. Und: „Der Verkehr auf der A1 mit Ziel Leverkusen wird ebenfalls mit rotem Punkt zur A3-AS Leverkusen-Zentrum geführt.“
Radfahrerinnen und Radfahrer können, wenn die A59 für den motorisierten Verkehr gesperrt ist, weiter über die neue Rheinbrücke fahren. Allerdings nicht entlang der A59. Stattdessen wird ein Weg über ein Provisorium direkt am Rheinufer eingerichtet. Der Weg, der durch das Baufeld führt, soll ausreichend beleuchtet sein, kündigt die Autobahn GmbH an. Am Ende schließt die Route wieder an den Rheinuferradweg an „und wird quer über die A59 bis zum Radweg am ersten Teilbauwerk der neuen Rheinbrücke geführt“. (nip)

