Der Gummersbacher Schützenverein und die Sportschützen Marienheide sind in die Reihen des Bundes aufgenommen worden. Kooperationen fruchten.
BrauchtumspflegeZwei neue Mitgliedsvereine für den Oberbergischen Schützenbund

In Bergneustadt begrüßte Thomas Ufer (Mitte), Präsident des Oberbergischen Schützenbundes, die beiden neuen Mitgliedsvereine aus Marienheide und Gummersbach um Bernd Sorge (links) und Markus Brand (rechts).
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Der Oberbergische Schützenbund (OSB) hat zwei neue Mitglieder. Am Samstag (7. März 2026) ist bei der Delegiertenversammlung im Bergneustädter Krawinkelsaal mehrheitlich beschlossen worden, den Gummersbacher Schützenverein und die Sportschützen Marienheide in die Reihen des OSB aufzunehmen. Zuvor hatten sich die beiden Vereine dort vorgestellt. „Uns ist die Bedeutung des OSB für die verantwortungsvolle Ausübung des Schießsports und die Pflege des Brauchtums bewusst“, betonte Markus Brand, Vorsitzender der Gummersbacher Schützen.
Gummersbachs Schützen freuen sich über erfolgreichen Neustart ihres Festes in der Mitte der Kreisstadt
Sein Verein zähle rund 1100 Brauchtums- und 55 Sportschützen. Brand schilderte, dass der GSV bis in die ersten Jahre des neuen Jahrtausends Mitglied im OSB gewesen sei, die Gründe für den damaligen Austritt seien ihm nicht bekannt. Diese Zeitung hatte 2009 berichtet, dass die Gummersbacher Schützen ihre Interessen im Bund nicht mehr ausreichend vertreten sahen. Rund 100 Mitglieder hatten sich bei nur einer Gegenstimme für den Austritt ausgesprochen. Weitere genannte Gründe dafür waren damals unter anderem der Mitgliedsbeitrag sowie die Pflicht, dem OSB Ehrennadeln abzukaufen.
Der Gummersbacher Schützenverein habe zuletzt mehrfach den Reset-Knopf gedrückt, berichtete Markus Brand am Samstag. So sei das Schützenfest 2025 von der Stadthalle mit 4500 Gästen erfolgreich in die Innenstadt verlegt worden und jüngst wurden sieben digitale Schießbahnen in Betrieb genommen: „Nun hoffen wir auf einen erfolgreichen Neustart mit dem OSB.“
Marienheider Schützen haben jüngst eine neue Abteilung gegründet
Bernd Sorge, Vorsitzender der Sportschützen Marienheide, führte aus, dass die Sportschützen bislang als Abteilung in den Schützenverein Marienheide integriert waren. Der Rheinische Schützenbund (RSB) habe jedoch darauf gedrängt, diese „Insellösung“ abzuschaffen. Das führte zu einer eigenen Vereinsgründung mit 16 Mitgliedern: „Wir suchen dringend Nachwuchs.“ Ziel sei es, auch weiterhin an den Veranstaltungen des OSB teilzunehmen und dessen Interessen zu vertreten.
Zuvor hatte OSB-Präsident Thomas Ufer in seiner Begrüßung beschrieben, dass die bei der letztjährigen Delegiertenversammlung in Lindlar beschlossene Kooperationsvereinbarung mit dem RSB erste Früchte trage und bereits einige Sportschützen gemeldet werden konnten: „Damit ist das nicht mehr nur eine Vereinbarung auf dem Papier, sondern inzwischen gelebte Praxis.“
Als besonders erfreulich bezeichnete er die Entwicklungen im Jugendbereich. Danach seien neue Jugendleiterlizenzen erworben worden, einige Vereine hätten sogar neue Jugendabteilungen aufgebaut. Ufer betonte, dass der OSB die Vereine bei ihrer Arbeit unterstütze und ihre Interessen vertrete. Umgekehrt lebe der Verband aber auch von der Beteiligung der Mitgliedsvereine.
Schießwart Detlef Leisering überreichte die Trophäen des 71. Pokalschießens im vergangenen September in Waldbruch. Er appellierte an die Vereine, besonders auch die jüngeren Schützinnen und Schützen für Wettbewerbe zu motivieren. Die Organisation der Versammlung hatte der Schützenverein „Hohe Belmicke“ übernommen, die Bewirtung oblag den Roten Funken des TuS Belmicke. Musik machte der Musikverein „Treue Ottfingen“.

