Bis Monatsende erwartet der Insolvenzverwalter Klarheit über die Zukunft der Firma in Pernze. Fest steht: Es gibt mehrere Interessenten.
Mehrere InteressentenEntscheidung im Bergneustädter Insolvenzfall Norwe wohl Ende April

Am 1. April hat das Amtsgericht Köln das Insolvenzverfahren über das Norwe-Vermögen offiziell eröffnet.
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Für den insolventen Bergneustädter Elektronikhersteller Norwe wird sich aller Voraussicht nach noch in diesem Monat entscheiden, wie die nähere Zukunft aussieht. Gegenüber dieser Zeitung hat der Insolvenzverwalter, der Gummersbacher Rechtsanwalt Henning Dohrmann, bestätigt, dass es mehrere Interessenten für das seit 1964 in Pernze ansässige Unternehmen gibt. Mit einer Entscheidung für diesen oder jenen Investor rechnet Dohrmann „sehr wahrscheinlich bis Ende April“.
Bergneustädter Belegschaft arbeitet weiter
Welche Konzepte die infrage kommenden Investoren bei Norwe verfolgen und wer genau sie sind, wollte Dohrmann nicht verraten – der Insolvenzverwalter betont aber, dass er unverändert optimistisch sei, eine gute Lösung zu finden. Der Betrieb bei Norwe gehe nach wie vor weiter, die Belegschaft habe bislang sehr gut mitgezogen. Allein, dass es in wirtschaftlich schwieriger Zeit überhaupt mehrere potenzielle Investoren für Norwe gebe, wertet Dohrmann positiv: „Das ist nicht selbstverständlich. Aber ich begrüße es sehr, dass wir mehr als einen Interessenten in die engere Auswahl nehmen können.“
Am 1. April hat das Amtsgericht Köln das Insolvenzverfahren über das Norwe-Vermögen offiziell eröffnet. Bereits im Januar hatte die Norwe-Führung dies aus Sorge vor drohender Zahlungsunfähigkeit beantragt, damals hatte das Gericht Henning Dohrmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Gläubiger der Firma sind angehalten, ihre Forderungen bis zum 11. Mai bei Insolvenzverwalter anzumelden.

